Genuss auf eigene Gefahr: Die schärfsten Speisen der Welt
zuletzt aktualisiert: 03.06.2009 - 07:35Düsseldorf (RPO). Es gibt scharfes Essen, da greift man nach drei Bissen zum Wasserglas, und wirklich feuriges Essen, das in Mund und Magen über Stunden brennt. Diese schärfsten Gerichte der Welt sind für uns eine Mutprobe, doch in vielen Kulturen gehören sie zur Landesküche.
„Gewürze sind die Botschafter der Völker und Kulturen“, sagt Chefkoch Francisco Collazo aus Kuba und ergänzt: „Nichts spricht so deutlich aus einem Gericht wie seine Gewürze.“ Die deutlichtsten und schärfsten unter diesen „Stimmen“ hat das US-Magazin Forbes Traveler gesammelt. Heraus kam die Liste der schärfsten Gerichte der Welt.
Die zentral- und südostasiatische Küche mischt natürlich ganz vorne mit. Die dortigen Currys enthalten unglaubliche Mengen der schärfsten Chili-Schoten.
Aus dem Süden Indiens stammt Phaal, das feurigste Curry der Welt. Mindestens zehn verschiedene Sorten Pfeffer stecken in dem würzigen, dicken Curry und verleihen ihm den besonderen Kick, der in der Kopfnote gekrönt wird von Bhut Jolokia Chili – der vom Guinness-Buch der Rekorde zum heftigsten Pfeffer der Welt erklärt worden ist.
Die Scoville-Skala, benannt nach ihrem Erfinder Wilbur L. Scoville, gibt den Schärfegrad von Chili-Schoten an.
Eine Gemüsepaprika hat einen Wert von 0 bis 10 Scoville. Die schärfsten Chili-Sorten der Welt bringen es auf bis zu 350.000 Scoville. Zum Vergleich: Pfefferspray hat zwei Millionen Scoville.
Andere glühende Genüsse aus Asien sind zum Beispiel das Devil’s Pork Curry – des Teufels Schweinepfanne – aus Malaysia und Neua Pad Prik aus Thailand. Letzteres ist ein scharfer Eintopf aus geschnittenem Fleisch, Schalotten, Knoblauch, Basilikum und roten Chili-Schoten.
Aus der chinesischen Provinz Sichuan kommt der berüchtigte Sichuan Hot Pot. Der Feuertopf hat schon knallrot angelaufene Menschen schmerzverzerrt in sich zusammensinken lassen. Wer gerne würgt und sich in unvorstellbarer Pein seinen Bauch umklammert, der sollte sich diesen masochistischen Hochgenuss nicht entgehen lassen.
In der Karibik auf Jamaika, Trinidad, Barbados und einigen anderen Inseln wachsen superscharfe Chili-Schoten, die in verschiedenen „Jerk“-Gerichten mit geschmortem oder geräuchertem Fleisch, Geflügel oder Fisch Verwendung finden. Ihre brennende Schärfe ist nicht zu verachten.
In Jake Melnick’s Corner Tap in Chicago gibt es die sogenannten „wirklich, wahnwitzig, absolut heißesten Hähnchenflügel“. Die knallrote Soße, in der die Knusper-Flügelchen gewälzt werden, enthält verschiedene Chili-Sorten aus Indien und Südamerika.


