Besser als manches Budget-Hotel: Die schicken neuen Jugendherbergen
VON BARBARA BENTHAUS UND EVA FIEDLER - zuletzt aktualisiert: 27.02.2008 - 10:37Düsseldorf (RPO). Beim Thema Jugendherbergen erinnern sich viele an Klassenfahrten, turnhallengroße Schlafsäle und faden Früchtetee zum Frühstück. Das war gestern. Viele Herbergen in Europa bieten mittlerweile den Komfort eines Mittelklasse-Hauses. Manche machen sogar Design-Hotels Konkurrenz.
Um 22 Uhr ist Schicht, geschlafen wird in Mehrbettzimmern und außer Tee und Knäckebrot kann man zum Frühstück nicht viel erwarten. Die alten Klischees über Jugendherbergen sind längst überholt. Mittlerweile gibt es Herbergen und Hostels mit 24-Stunden-Betrieb und mit eigenen angesagten Bars oder Restaurants im Haus.
Auch bei den Zimmern hat sich viel getan. Die meisten Häuser bieten mittlerweile Doppelzimmer an, in der Regel mit eigenem Bad. Der Vorteil: Im Vergleich sind Jugendherbergen meistens um einiges günstiger. Übernachtungen ab 25 Euro pro Person im Doppelzimmer sind auch in Metropolen keine Seltenheit.
Zum Beispiel im Youth Hostel The Lounge, eines von zwei Hostels der Wombat’s-Kette in Wien. In der eigenen Bar gibt es in der Happy Hour Bier für einen Euro und Cocktails ab 3,90 Euro. Ableger der Wombat’s-City-Hostels gibt es auch in München und bald in Berlin. Die Kette wurde 2004 zur saubersten weltweit gewählt.
Eines muss man allerdings immer noch beachten: Während man sich bei privat geführten Hostels einfach einmieten kann, braucht man für die traditionellen Jugendherbergen (in Deutschland sind das rund 550 weltweit 4000) einen Mitgliedsausweis. Dieser kostet im Jahr 12,50 Euro (bis 26 Jahre) und 21 Euro für Familien und Paare.


