Gemeinsam mit einer Fachjury aus 522 Reiseexperten und Wissenschaftlern hat das US-Magazin "National Geographic Traveler" 111 Insel-Reiseziele bewertet. Lesen Sie hier, welche zehn Inseln am schlechtesten abgeschnitten haben und warum. Alle zehn Inseln wurden mit der Note "mangelhaft" bewertet und als "ernsthaft gefährdet" eingestuft.
St. Thomas, Jungferninseln (USA):
In den Augen der Experten ist die Insel mittlerweile eine Katastrophe. Täglich spucken zu viele Kreuzfahrtschiffe ihre Passagiere aus. Die Balance zwischen Tourismus und Inselleben stimmt nicht. Die Einwohner seien unfreundlich bis feindselig eingestellt.
"Die Hauptstadt ist im wesentlichen ein großes, hässliches Juweliergeschäft."
Ibiza (Spanien):
Es gibt wenig bis kein Bewusstsein für Ökologie und Kultur. Die Insel werde den Teufelskreis aus Trinken, Feiern und Drogen nicht los.
"Ibiza scheint eher eine Kolonie britischer Raver zu sein"
Providenciales, Turks- und Caicos-Inseln (Karibik):
Die Insel rühmt sich, von "Natur aus schön" zu sein, dabei muss alles importiert werden. Sogar Arbeitskräfte aus Haiti, um die Tourismusindustrie in Gang zu halten.
"Hatte einmal eine wildromantische Küste. Heute steht ein Hotelklotz neben dem anderen an einem total überfüllten Strand."
Jamaica:
Trotz Sunshine-Reggae: Die Kriminalität auf der Insel ist hoch, und die All-Inclusive-Industrie isoliert Touristen extrem von den Einheimischen.
"Einige Strände sind grandios. Andere sind mit Plastikflaschen zugemüllt. Ein gewiefter Unternehmer könnte hier ein Recycling-Imperium aufbauen."
Hilton Head in South Carolina (USA):
Die Inseln ist ein einziger Golfclub. Dadurch ist die Landschaft unglaublich eintönig. Es gibt fast kein Stück unkultiviertes Land mehr. Ein Beispiel für die überzogene Tourismus-Entwicklung, obwohl die Einwohner mittlerweile dagegen sind.
"Hat das Flair einer Vorstadt, immerhin, ein Stück Dünenlandschaft gibt es noch."
Phuket (Thailand):
Zu viel touristische Entwicklung ohne Plan. Pathong auf Phuket ist ein klassisches Sex-Tourismus-Ziel, vermutlich schlimmer als Bangkok. Es gibt keinerlei Baubestimmungen. Die Folge sind hässliche Hochhäuser direkt am Strand.
"Schade, dass nach dem Tunami 2004 die Chance nicht genutzt wurde, die Bauentwicklung an der Küste zu stoppen.
Key West, Florida (USA):
Insbesondere Key West hat ernsthafte Probleme. Aber auch der Rest der Keys in Florida steht nicht viel besser da. Der Kreuzfahrt-Verkehr, die Bauentwicklung an der Küste und der Wassersport, alles hat seine Spuren hinterlassen.
"Trotzdem, Das Hemingway-Haus ist die lange Fahrt bis nach Key West wert."
Oahu, Hawaii (USA):
Eine Millionen Einwohner und fünf Millionen Touristen im Jahr machen Oahu zu einer kleinen sehr dicht bevölkerten Insel. Vor allem Honolulu ist vollgestopft mit Menschen, Autos und Smog.
"Authentische Erlebnisse der Kultur auf Hawaii gibt es nicht. Die Touristen erfahren eine gut geölte kommerzielle Maschine."
Cozumel (Mexiko):
Auch diese Insel leidet unter einem Dutzend Kreuzfahrtschiffen, die gleichzeitig vor Anker gehen. Auf Cozumel herrscht Wasserknappheit. Die Auswirkungen des Hurrikans sind immer noch spürbar, obwohl schon viel unternommen wurde.
"Cozumel ist ein gutes Beispiel dafür, dass man die Zahl der Besucher auf einer Insel begrenzen sollte.
St. Martin (Niederlande/Frankreich):
Die niederländische Seite ist eine Katastrophe, mit Bettenburgen, Verkehrsproblemen, Glücksspielläden und Ramschgeschäften. Im Vergleich dazu sieht die französische Seite toll aus.
"Die Kriminalitätsrate ist hoch. Doch die Insel bleibt ein beliebtes Ziel für Casinos, Glückspiel und Nachtleben."