Gemeinsam mit einer Fachjury aus 522 Reiseexperten und Wissenschaftlern hat das US-Magazin "National Geographic Traveler" 111 Insel-Reiseziele bewertet. Lesen Sie hier, welche zehn Inseln am besten abgeschnitten haben und warum. Nur die erste der zehn Inseln wurde mit der Note "gut" bewertet. Die neun weiteren bekamen die Note "befriedigend".
Färöer-Inseln (Dänemark): Eiszeitgletscher haben auf diesen Inseln eine einzigartige Landschaft geformt: unglaublich steile Abhänge, fast kein flaches Land. Die eigene Identität der Bevölkerung ist stark. Zum Beispiel durch eine eigene Sprache. Auch das Kulturerbe wird geachtet und gepflegt. Und auch die Touristen auf den Färöerinseln sind in der Regel gut informiert.
"Von den Touristen erwartet die Bevölkerung, sich wie die Färöer zu verhalten. Sprich: Auf klapprigen Fähren zu fahren und bei jedem Wetter draußen herumzulaufen."
Azoren (Portugal): Die Azoren sind keine Badeinseln und für Massentourismus nicht geeignet. Besucher schreckt vor allem das unberechenbare Wetter. So dürften die grünen Vulkanhügel und die malerischen Örtchen auch in Zukunft unberührt bleiben.
"Ein wunderbarer Ort." "Es ist nicht ungewöhnlich, dass man von Einheimischen zum Essen eingeladen wird."
Lofoten (Norwegen): Tiefe ruhige Fjorde, zerklüftete Steinformationen: Die Landschaft der Lofoten ist einzigartig. Viele der kleinen Fischerdörfer vermieten gemütliche "Rorbu", historischen Hütten, die die Fischer früher während der Saison bewohnten. Der Tourismus ist sehr professionell organisiert und kommt der Bevölkerung zugute.
"Das Wetter ist häufig scheußlich, aber die Schönheit des Meeres, der Felsen und der Häuser ist ehrfurchtgebietend."
Shetland Inseln (Schottland): Diese Insel hat alles im Überfluss: Spektakuläre Klippen, herrliche Strände, faszinierende Geologie, mehr als eine Millionen brütender Vögel, die höchste Population von Ottern in Europa. Regelmäßig ziehen Killerwale vorbei, außerdem gibt's eine beeindruckende Vielfalt seltener subarktischer Pflanen.
"Eine einzigartige Mischung aus schottischer und nordischer Kultur."
Chiloé (Chile): Der Chiloe-Archipel ist von einer unverdorbenen Meereslandschaft umgeben. Dazu kommen geschützte Wälder und Dutzende historischer Orte mit malerischen Holzkirchen, von denen 15 zum
UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
"Immer noch sehr ländlich und unberührt. Viele historische Fischerdörfer. Kleinere Hotels und Pensionen stellen die Unterkünfte."
Isle of Skye (Schottland): Die Insel kombiniert dramatische Felsformationen und Küstenlandschaften mit einer lebhaften Kulturszene. Das Wiedererstarken der gälischen Sprache macht Hoffnung für andere bedrohte Sprachen und Dialekte.
"Die Qualität der Umwelt ist ausgezeichnet. Traditionelle Künste wie Design, der Shinty-Sport und lokale Musik sind noch stark vertreten."
Kangaroo Island (Australien): Ein interessanter Mix aus Landwirtschaft, Tourismus und Wildness, der viele Besucher anzieht. In manchen Gebieten ist das Salzgehalt des Grundwassers ein Problem. Aber man ist hier sensibilisiert für Umweltprobleme und die naturbelassenen Gebiete der Insel sind immer noch in einem sehr guten Zustand.
"Küstenbewohner leben hier noch unberührt, ganze Kolonien von kleinen Pinguine, Seehunde und Seelöwen lassen sich an den Stränden beobachten."
Mackinac Island in Michigan (USA): Das Tempo auf der Insel ist bewusst langsam, da es keine Autos gibt. Die Freuden sind ebenfalls einfach: Radtouren, Fort-Besichtigungen und Karamellpudding essen, während man den Blick von der Veranda des Grand Hotels genießt. Fähren und ihre Fahrpläne begrenzen den Zugang zur Insel.
"Der Charme der Insel gewinnt durch das Autoverbot (seit 1898) und die allgegenwärtigen Pferdekutschen."
Island: Kulturell und ökologisch intakt mit vielen verschiedenen Möglichkeiten für Touristen. Die Isländer schützen ihre Umwelt und ihre Gesellschaft indem sie sicherstellen, dass sie vom Tourismus profitieren, ohne Schaden anzurichten.
"Land der extremen Naturgewalten - Feuer und Kälte, Wind und Eis, Licht und Dunkel."
Molockai, Hawaii (USA):
Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung sind geborene Hawaiianer. Sie achten darauf, ihr kulturelles Erbe und traditionelle Familienwerte aufrecht zu erhalten, um ihre Heimat zu schützen. Viele haben einen einfachen Lebensstandart gewählt, und sich gegen massiven Tourismus entschiedenen. Sie sind negativ gegenüber touristischen Projekten eingestellt.
"Ein Schritt zurück zum echten Hawaii."