Von Chicago bis Sydney: Die schönsten Skylines der Welt
zuletzt aktualisiert: 10.03.2010 - 15:10Düsseldorf (RPO). Wann sieht eine Skyline wirklich spektakulär aus? Um das herauszufinden, hat das US-Reisemagazin „Forbes Traveler“ Star-Architekten nach ihrer Meinung gefragt.
Es überrascht nicht, dass New Yorks Skyline am häufigsten erwähnt wird – obwohl die Twin Towers traurige Geschichte sind. Ein einziges Gebäude und seine besondere Lage können eine Skyline einzigartig machen, finden die New Yorker Star-Architekten Peter Stamberg und Paul Aferiat. Das Kultgebäude New Yorks ist das Empire State Building, seine Lage auf einer langen schmalen Insel namens Manhattan macht die Skyline einzigartig.
Die Star-Architekten sind auch von Chicagos Skyline und ihrem legendären Sears Tower begeistert. Zwar hat sich der Wettstreit um den höchsten Wolkenkratzer, der lange zwischen New York und Chicago tobte, inzwischen nach Übersee verlagert, doch die Gebäudehöhe spielt für die Skylines weltweit immer noch eine große Rolle. “Das Image einer Stadt im 21. Jahrhundert hängt immer noch vom Konzept des Wolkenkratzers ab”, sagt Andres Lepik, Kurator für Architektur und Design am Museum of Modern Art in New York und Autor des Buches „Skyscrapers“. Hohe Gebäude werden mit wirtschaftlicher Macht assoziiert, als Beispiele nennt Lepik Frankfurt am Main und London.
Dennoch ist Höhe allein noch keine Garantie für eine großartige Skyline. “Skylines werden nicht allein durch Wolkenkratzer definiert”, sagen die Architekten Aferiat und Stamberg. “In Sydney prägt allein das Opernhaus die Skyline, Seattle hat seine Space Needle.” Und in Paris fehlen Wolkenkratzer fast ganz, stattdessen besticht die Sykline durch ein gleichförmiges Meer aus historischen Altbauten mit den typischen grauen Schieferdächern.
Die meisten Architekten sind sich darin einig, dass eine schöne Skyline langsam wachsen muss. “In Shanghai gibt es zwar hunderte von Wolkenkratzern, aber eine wirklich schöne Skyline bilden sie nicht”, meint Lepik. Die Entstehung der New Yorker Skyline dauerte dagegen Jahrzehnte, mit einem Bauschub in den 20er und 30er Jahren, als Chrysler und Empire State Building in den Himmel wuchsen. Auch
in Dubai schießen gegenwärtig die Wolkenkratzer aus dem Boden. Aber von einer schönen Skyline könne auch hier keine Rede sein, meint Lepik, sie sei zu schnell und ohne ein Konzept gewachsen. Fehlenden Mut zur Größe kann man Dubai allerdings nicht vorwerfen. Los ging es 1999 mit dem Burj al Arab-Hotel, demnächst soll mit dem Burj Dubai Tower der größte Wolkenkratzer der Welt entstehen.
Es ist schwer, asiatische Metropolen wie Hongkong in Sachen architektonischer Kühnheit zu schlagen. Aber in den Top-Syklines finden sich auch Überraschungen wie Pittsburgh. Die Stadt liegt an der Mündung von drei großen Flüssen, man fährt durch einen Tunnel in die Stadt, bis man auf einer Brücke landet, die den Ausblick auf eine harmonische Sykline freigibt.“ Die Skyline von Pittsburgh hat sehr schöne Proportionen, sie fängt klein am Fluss an und erhebt sich dann langsam zum höchsten Gebäude, dem U.S. Steel Building.”
Auch in Europa zählt nicht nur die Ästhetik der Geschichte. In seinem Buch über Wolkenkratzer hebt Lepik zwei Türme in Frankfurt hervor, einen davon erbaute Norman Foster. Städte wie London und Paris sind gerade wegen ihrer Mischung aus alten und neuen Elementen für Reisende eine Entdeckung wert.
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