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  Foto: Synnatschke
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Im Westen was Neues: Die versteckten Naturwunder der USA

zuletzt aktualisiert: 10.09.2008 - 08:34

(RP). Grand Canyon und Monument Valley kennt jeder. Doch der Südwesten der USA hat mehr zu bieten. Ein Ehepaar aus Deutschland bereist seit vielen Jahren die entlegeneren Ecken und hat dabei Naturwunder fotografiert, die selbst viele Einheimische nicht kennen.

Gewöhnliche Touristen, die den Südwesten der USA erkunden, mieten sich ein Wohnmobil und fahren gemütlich die eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten der Region ab. Sie knipsen Erinnerungsfotos vom Grand Canyon und bewundern das Monument Valley. Wenn Isabel und Steffen Synnatschke über das Colorado Plateau touren, dürfen vor allem zwei Dinge nicht fehlen: Ein Fahrzeug mit Allradantrieb und eine gute Fotoausrüstung.

Unzählige Reisen hat das Paar aus Dresden bereits in den amerikanischen Südwesten unternommen. Ihre Touren haben sie immer weiter hineingeführt in die faszinierende Welt aus rot leuchtendem Sandstein, weg von den breiten asphaltierten Hauptstraßen über kleine abenteuerliche Jeeppisten.

Dabei haben der Sachse und die gebürtige Österreicherin entlegene Winkel erkundet, die selbst die meisten Einheimischen nie besucht haben. Aus den vielen Fotos, die die Hobbyfotografen über die Jahre geschossen haben, ist nun ein Bildband entstanden. Mit echten Neuheiten und einer ganzen Reihe Insidertipps.

Mondlandschaft aus bunten Lehmhügeln

Kaum jemand kennt zum Beispiel „Ah-shi-sle-pah“ und die entlegenen Winkel der „Bisti/De-Na-Zin-Wilderness“ eine Mondlandschaft aus bunten Lehmhügeln und seltsamen Felsskulpturen im dünn besiedelten Nordwesten des Bundesstaates New Mexico. Denn in diesen Naturschutzgebieten gibt es bis heute keine ausgewiesenen Wanderwege.

Eine Entdeckung sind auch die zahllosen geheimnisvollen Schluchten, die Wind und Wasser über Jahrtausende in den weichen Sandstein des Plateaus gewaschen haben. Diese endlosen Labyrinthe aus gewundenen Felswänden sind oft nur einen Meter breit. Nur für wenige Stunden am Tag lässt der Sonnenlichteinfall die Wände leuchten. Kaum bekannt, obwohl ganz in der Nähe des berühmten Zion Nationalparks, ist beispielsweise der Kanarra Creek mit seinen idyllisch plätschernden Wasserfällen.

Kein wirklicher Geheimtipp sind dagegen die Coyote Buttes. Ein Besuch der legendären Sandsteinformation „The Wave“ ist dennoch nicht einfach. Zu bekannt ist die rote Welle aus Stein durch unzählige Abbildungen. Bereits vor mehr als zehn Jahren wurde der Zutritt deshalb reglementiert. Nur noch 20 Personen pro Tag dürfen das fragile Areal betreten. Um eine der begehrten Zutrittsbewilligungen zu ergattern, bewerben sich Fans Monate im Voraus übers Internet oder müssen an einer Lotterie vor Ort teilnehmen. Die Synnatschkes haben die Coyote Buttes mehrfach erkundet. „Die meisten Besucher laufen nur bis zur Welle, dabei gibt es sowohl im nördlichen Teil als auch im weniger besuchten südlichen Teil noch viel mehr zu entdecken“, sagt Isabel Synnatschke. Und auch die benachbarte White Pocket Area war bis vor rund drei Jahren gänzlich unbekannt.

Nur über eine Allradpiste zu erreichen und deshalb einer der einsamsten Aussichtspunkte ist der Alstrom Point am gewaltigen Stausee des Colorado Rivers Lake Powell im Süden von Utah. Gerade in diesem Jahr lohnt sich ein Besuch, empfehlen die USA-Experten. Denn der Wasserpegel des Stausees ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr.

Zwar im Nordwesten des berühmten Death Valley Nationalparks, dennoch nur selten besucht, ist das Racetrack Valley. In das „Tal der wandelnden Steine“ gelangen nur wirklich verwegene Besucher. „Der Weg führt über eine reifenfressende Schotterpiste. Die Parkranger empfehlen sogar, zwei Ersatzreifen mitzunehmen“, erzählt Steffen Synnatschke. Am Ziel sehen Besucher auf einem ausgetrockneten See mehr als 150 Steinbrocken, bis zu 320 Kilo schwer, die im staubigen Boden Spuren hinerlassen. Ein Phänomen, das bis heute nicht restlos aufgeklärt werden konnte.

Isabel und Steffen Synnatschke, USA Südwest. Wonderland of Rocks, Reise Know-How-Verlag, 17,50 Euro.


 
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