Perito Moreno in Argentinien: Dieser Gletscher schmilzt nicht
zuletzt aktualisiert: 13.03.2008 - 15:16Düsseldorf (RPO). Andere Gletscher leiden unter der Erderwärmung und schmelzen langsam aber stetig. Nicht so der Perito Moreno in Argentinien. Er wächst ständig nach. Die Bewegung der Eismassen ist für Touristen ein gigantisches Naturspektakel.
Über eine Länge von 30 Kilometern erstreckt sich das Gebirge aus Eis in der argentinischen Region Santa Cruz in Patagonien. Der Perito Moreno, von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt, ist ein Naturwunder. Die Eismassen des Gebietes, insgesamt 257 Quadratkilometer, werden nicht kleiner. Der Gletscher wächst auf der einen Seite genau so schnell nach, wie er auf der anderen schmilzt oder abbricht.
Nicht nur für Wissenschaftler, auch für Touristen ist der Gletscher eine Attraktion. Bis zu 70 Meter hoch ragt die Eiswand des Gletschers über den Lago Argentino. Von einer Aussichtsplattform aus können Besucher beobachten, wie Eismassen in den See stürzen und dabei gewaltige Flutwellen auslösen. Einen Meter pro Tag schiebt sich der Gletscher weiter in den See hinein. Dabei macht das Eis Geräusche. Die abgeschiedene Eiswelt ist keine stille, sie knackt und kracht.
Alle vier bis zehn Jahre blockiert der Gletscher auf seiner Wanderung über den See einen Nebenarm des Lago Argentino. Dadurch steigt der Wasserspiegel im südlichen Teil des Sees so lange, bis die Eismassen zusammenbrechen. Im März 2006 war dieses gigantische Naturspektakel zum letzten Mal zu sehen.
Beeindruckende Bilder des Perito Moreno Gletschers sehen Sie in der Fotostrecke.


