Schnellste Achterbahn der Welt: Ferrari-Themenpark in Abu Dhabi eröffnet
VON MARTINA STÖCKER - zuletzt aktualisiert: 28.10.2010 - 15:00Abu Dhabi (RPO). Für diese Achterbahn braucht es eine Brille: Wenn der knallrote Rollercoaster auf mehr als 200 Stundenkilometer beschleunigt, kann das Auge nicht mehr reagieren, falls ein Sandkorn angeflogen kommt. Und von diesen sind in der neuen Ferrari Welt, einige unterwegs – steht doch der Vergnügungspark im Zeichen des springenden Pferdes auf der sandigen Yas-Insel im Wüstenstaat Abu Dhabi.
Das vergisst man auch in der Rekord-Achterbahn nicht. Wenn sie beschleunigt, treibt es den Fahrgästen automatisch den Schweiß auf die Stirn. Das mag allerdings nicht nur an deren schwachen Nerven liegen, sondern vielmehr am Klima. Der Themenpark ist innen zwar gekühlt, die schnelle Achterbahn führt allerdings draußen durch die Wüste mit Temperaturen im Sommer mit bis zu 50 Grad.
Wenn nicht in Italien selbst, so konnte Ferrari mit dieser Idee eigentlich nur an den Persischen Golf gehen, wo die Fahrzeugdichte der edlen Sportwagen vermutlich weltweit am höchsten ist. Für die Italiener ist die Ferrari-Welt ein logischer Schritt, nachdem sie in Abu Dhabi und Dubai schon Geschäfte mit Merchandising-Artikeln eröffnet haben. Die Menschen sind verrückt nach Autos und Motorsport – wie praktisch, dass auf Yas Island die neu gebaute Formel-1-Strecke Marina Circuit direkt nebenan liegt.
Knapp drei Jahre haben mehr als 40.000 Arbeiter an dem Traum in Knallrot gebaut, der zum neuen Wahrzeichen der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate wird. Blickfang schon vom Flugzeug aus ist das 200.000 Quadratmeter große Dach, das dem Korpus eines Ferrari GT nachempfunden wurde und auf dem das weltgrößte Konzernlogo prangt.
Mehr als 20 Attraktionen warten im Innern: Neben dem schnellsten Fahrgeschäft der Welt, bei dem die Passagiere die Geschwindigkeit eines Formel-1-Boliden am eigenen Leib spüren sollen, gibt es eine Achterbahn, bei der man mit zwei Wagen gegeneinander antreten kann. Ebenfalls einen Adrenalinschub verursacht der "G-Force": Er katapultiert Besucher durch einen Tunnel im gigantischen Dach in 62 Meter Höhe und macht die Fliehkräfte erfahrbar, die auf Ferrari-Piloten im Rennen einwirken. Außerdem gibt es Formel-1-Simulatoren, Kinder-Fahrgeschäfte, Espresso-Bars, landestypische Ristoranti und Eisdielen – Little Italy im Morgenland.
Infos: Der Vergnügungspark der Superlative bleibt auch für Nicht-Ferrari-Fahrer erschwinglich. Erwachsene zahlen für den Tageseintritt 45 Euro, Kinder (unter 1,50 Meter) allerdings schon 33 Euro. Wer nicht anstehen möchte, der leistet sich ein Premium-Ticket (75/55 Euro). Mit ihm verkürzen sich die Wartezeiten, in exklusiven Lounges werden zudem Erfrischungen gereicht. Internet: www.ferrariworldabudhabi.com



