Erlebnisurlaub in Island: Island- Insel der Gegensätze
zuletzt aktualisiert: 23.09.2004 - 09:11Reykjavik (RPO). Von grünen Wiesen über Vulkanlandschaften bishin zur dicht bebauten Kultur-und Shoppingmeile Reykjavik- die Landschaftsvielfalt Islands kennt keine Grenzen.
"Island ist eine Insel von Kontrasten", sagt Marie Noelle Adam vom isländischen Fremdenverkehrsamt. Und genau diese Gegensätze machen den Reiz der Insel aus, die eine zunehmende Zahl von Reisenden aus aller Welt vor allem wegen ihrer unberührten Natur anlockt. Kein Wunder, hat Island in den letzten zehn Jahren doch einen Imagewandel von einer Destination für Extremsportler und Abenteuerlustige zu einem "Reiseland für jedermann" und zu einem wahren Eldorado für Aktiv-Urlauber vollzogen, wie es isländische Tourismus-Experten beschreiben.
Am besten lässt sich die Schönheit und Vielfalt des Landes während einer Fahrt auf dem "Golden Circle" entdecken, der an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Solche Touren werden pauschal angeboten, können aber auch individuell unternommen werden. Für letztere Variante spricht, dass es überall entlang der Strecke Übernachtungsmöglichkeiten gibt. In den Sommermonaten - der Hauptsaison - empfiehlt es sich, die Quartiere im Voraus zu buchen.
Vom Nationalpark bis zum Thermalgebiet
Wer von Reykjavik über die Ringstraße nach Norden fährt, kommt bald zum ältesten Nationalpark des Landes, Thingvellir, dessen einzigartige Landschaft vor allem Naturfreunde lockt. So markiert etwa eine Schlucht eine der Abrisskanten der Kontinentalplatten, die hier auseinander driften - Geologie hautnah. Aber auch historisch Interessierte kommen dort auf ihre Kosten, wurde doch hier im Jahr 930 die erste parlamentsartige Versammlung einberufen.
Weiter im Osten liegt das Thermalgebiet Geysir. Hier schießen die gleichnamigen Springquellen sprudelnd aus dem Boden, Heißwasser- und Schlammpfuhle blubbern und dampfen. Diese so genannten "hot pots" gibt es überall im Land. Sie laden mit Temperaturen von rund 30 Grad Celsius zu einem spontanen Bad ein. Wer auf den Komfort einer modernen Badeanstalt nicht verzichten will, ist allerdings in der "Blauen Lagune", der wohl bekanntesten heißen Quelle des Landes nahe Reykjavik, besser aufgehoben.
Ein beeindruckendes Naturschauspiel entlang der Ringstraße bietet Gulfoss, der "Goldene Wasserfall". Er gilt mit seinen zwei Kaskaden, die 32 Meter tief in eine Schlucht donnern, als eine der schönsten Wasserfälle des Landes. Berühmt ist Island aber auch für seine Vulkane und Gletscher. Gelegenheiten sie zu erklimmen, gibt es viele. In den Sommermonaten wird eine Fülle von organisierten Programmen angeboten, die von Wandern bis Schiffahren reicht. Zudem lässt es sich auf Island vortrefflich raften, reiten, schwimmen und golfen.
Lebendiges Tierreich
Eine Walbeobachtungstour sollte zu jedem Aufenthalt gehören, rät Island-Kennerin Adam - zumal die Chance, einen der riesigen Meeressäuger zu Gesicht zu bekommen, auf Island sehr groß sei. Spezielle Bootsfahrten starten ab Reykjavik und im Norden des Landes von der Stadt Husavik aus. Während des Ausflugs lassen sich auch zahlreiche Vogelarten aus nächster Nähe bei ihrem Flug über das offene Meer bestaunen. Besonders die drollig aussehenden Papageitaucher sind bei Touristen beliebt. Für die Einheimischen sind die Tiere eine Delikatesse - und landen im Kochtopf.
Abwechslungsreich wie die Tierwelt und Landschaft ist das Wetter. Und so zitieren die Isländer gerne das Sprichwort "Wenn Ihnen das Wetter nicht gefällt, warten Sie eine Viertelstunde". Reisende sollten sich also auf extreme Wetterschwankungen einstellen. Empfehlenswert ist eine regenfeste und windabweisende Kleidung. Mit auf Reisen gehen sollte außerdem ein gut gefülltes Portemonnaie, denn Island ist mit rund doppelt so hohen Lebenshaltungskosten wie in Deutschland ein recht teures Land.


