Prestige-Preis geht nach Stralsund: Ozeaneum ist Europas bestes Museum
zuletzt aktualisiert: 27.05.2010 - 07:40Stralsund (RPO). Eine Jury hat entschieden: Das Deutsche Meeresmuseum Ozeaneum in Stralsund ist Europas Museum des Jahres 2010. Damit steht das Ausstellungshaus in einer illustren Reihe. Zu den Preisträgern zählte beispielsweise das Guggenheim Museum in Bilbao.
Der "European Museum of the Year Award" wurde am Wochenende im finnischen Tampere verliehen. Der Preis gilt als Museums-Oscar. Museumsdirektor Harald Benke nahm die Auszeichnung vom letztjährigen Preisträger, dem Salzburg Museum, entgegen, wie das Ozeaneum mitteilte. Benke sprach von einem "krönenden Moment" für das Deutsche Meeresmuseum.
Das Ozeaneum war nach fast dreijähriger Bauzeit im Juli 2008 eröffnet worden. Die rund 60 Millionen Euro teure Anlage ist das größte Meeresmuseum in Deutschland. Auf gut 8700 Quadratmetern können sich die Besucher auf eine komprimierte Unterwasserwanderung begeben. In 39 Aquarien, die insgesamt sechs Millionen Liter Wasser fassen, sind Fische, Korallen und andere Meereslebewesen zu sehen.
Die Reise führt über die Haff- und Boddengewässer von Mecklenburg-Vorpommern, über die Ost- und Nordsee und findet ihren Abschluss in den atlantischen Kaltwassermeeren des Nordens.
Ein Highlight des Museums ist die Ausstellung "1:1 Riesen der Meere": In einer 20 Meter hohen Halle können die Besucher lebensgroße Wal-Modelle bewundern und Walgesängen lauschen. Der Bereich gilt als weltgrößte Wal-Dokumentation.
Hintergrund:
Der "European Museum of the Year Award" gilt als Museums-Oscar und wird seit 1977 jährlich vom Europäischen Museumsforum vergeben. Zu den bisherigen Gewinnern zählen unter anderen das Guggenheim Museum im spanischen Bilbao, das Dänische Nationalmuseum in Kopenhagen sowie das Victoria and Albert Museum in London.
Letzter deutscher Preisträger war 2007 das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven. Zu den insgesamt 22 nominierten Museen zählte in diesem Jahr neben dem Ozeaneum auch das Römermuseum in nordrhein-westfälischen Xanten.
Info: www.ozeaneum.de



