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Der Mix macht's: Reisekasse: Bares, Plastikgeld und Reiseschecks

zuletzt aktualisiert: 20.06.2005 - 08:33

Frankfurt/Main (rpo). Die Sommerferien stehen vor der Tür - und damit für Millionen Menschen auch die lang ersehnten Urlaubstage. Auch bei aller Vorfreude sollte man sich ein paar Gedanken über die Urlaubskasse machen. Ein guter Mix für die Reisekasse kann sich auszahlen.

In vielen beliebten Urlaubsländern entfällt dank des Euros das lästige Geldtauschen mit schwankenden Wechselkursen und hohen Bankgebühren. Bei den Zahlungsmitteln solten sich Reisende nie auf nur eines verlassen. Was in die Reisekasse gehört, hängt vom Urlaubsziel, der Akzeptanz und der Sicherheit ab:

Bargeld: Wichtiges Zahlungsmittel ist und bleibt Bargeld. Doch Scheine und Münzen sind die mit Abstand unsicherste Geldquelle. Verbraucherschützer empfehlen, so wenig Bares wie möglich mit auf die Reise zu nehmen. Es sollte lediglich den Bedarf der ersten Tage decken, 100 bis 150 Euro reichen in den Ländern der Eurozone aus. In so genannten Schwachwährungsländern Osteuropas, in der Türkei oder Südamerika bekommt der Tourist bei Banken oder offiziellen Wechselstuben vor Ort meist einen besseren Kurs als daheim. Für Länder mit "harter Währung" wie Großbritannien oder der Schweiz lohnt der Tausch bereits in Deutschland.

Maestrokarte: Alternative zum Bargeld ist Plastik. Die Maestro-Karte ist in mehr als 110 Ländern an gut 900.000 Geldautomaten und acht Millionen Restaurant- und Ladenkassen einsetzbar. Bargeld am Geldautomaten von fremden Instituten kostet - je nach Hausbank - meist einen Prozent vom abgehobenen Betrag, mindestens aber drei bis sechs Euro. Der Einkauf im Laden ist in der Euro-Zone gebührenfrei; außerhalb der Währungsunion fällt meist ein Prozent des Kaufpreises an. Häufig wird eine Mindestprovision von einem oder mehreren Euro verlangt, so dass die Karten bei kleinen Einkäufen gemieden werden sollten. In Nordafrika, etwa Tunesien oder Marokko, und im ehemaligen Ostblock kann es technische Probleme beim Bezahlen mit der Karte geben.

Kreditkarte: Bei der Akzeptanz im Ausland sind Kreditkarten unschlagbar. Je nach Anbieter fällt beim Einkauf eine Provision zwischen einem und zwei Prozent der Rechnungssumme an. Die Gebühren beim Geldabheben sind vergleichsweise saftig: In der Regel werden zwei bis vier Prozent der Summe fällig; mindestens jedoch drei bis sieben Euro. Außerhalb der Euro-Zone kommt eine Umrechnungsgebühr von einem bis zwei Prozent hinzu. Im Euro-Raum kostet das Bezahlen mit der Kreditkarte nichts extra, Geldabheben am Automaten dagegen schon. Wer im Geschäft in Frankreich oder Dänemark seine Kreditkarte zückt, sollte zudem seine Geheimnummer parat haben.

Reiseschecks: Während Reiseschecks, wie sie etwa American Express und Thomas Cook anbieten, in Westeuropa wegen der guten Abdeckung mit Geldautomaten kaum benötigt werden, gehören sie vor allem in Afrika, Teilen Asiens und Osteuropa in die Urlaubskasse. Bei den Anbietern gibt es für jedes Reiseland eine Liste mit Akzeptanzstellen, die keine oder geringe Tauschgebühren verlangen. Das Ausstellen der Schecks kostet normalerweise einen Prozent des Betrags. Wichtig ist die Stückelung: In den USA, wo Traveler Cheques in vielen Hotels, Restaurants und Geschäften wie Bargeld behandelt werden, empfehlen sich Beträge von zehn oder 20 Dollar.

Kartenverlust: Beim Verlust von Geldkarten sollten diese schnell gesperrt werden, um Betrügern nicht die Chance zu geben, das Konto abzuräumen. Maestro hat die einheitliche Telefonnummer 01805-021021 (bei Anruf aus dem Ausland 00491805-021021). Bei Kreditkarten hat jede Bank eine eigene Service-Nummer. Eigentlich sollte ab Juli für alle Karten die einheitliche Sperrnummer 0049-116116 gelten. Noch beteiligen sich jedoch nicht alle Institute, also besser nachfragen.

Quelle: afp

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