Kein Landgang in der Antarktis möglich: Riesiger Eisberg behindert Touristen
zuletzt aktualisiert: 21.12.2011 - 13:06Sydney (RPO). Ein riesiger Eisberg vor der Ostküste der Antarktis hat dutzenden geschichtsinteressierten Touristen auf dem Weg zu einem Stützpunkt des australischen Polarforschers Douglas Mawson vorerst einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Der rund 2250 Quadratkilometer große und etwa 400 Meter hohe Koloss namens B9B hindert insgesamt drei Touristenschiffe daran, zum hundertsten Jahrestag von Mawsons erster Polexpedition in den Jahren 1911 bis 1914 das Basislager am Kap Denison zu erreichen, wie die australische Regierung am Mittwoch mitteilte. An dem Ort in der Commonwealth-Bucht sind bis heute Hütten erhalten, die Mawson und seine Helfer damals dort errichtet hatten.
Als erster Mensch hatte der Norweger Roald Amundsen im Jahr 1911 den Südpol erreicht und mit der norwegischen Flagge markiert. Mawsons Expeditionen in der Antarktis, die für Australien eine große symbolische Bedeutung haben, waren eher wissenschaftlich ausgerichtet und hatten nicht in erster Linie die Eroberung der Polspitze zum Ziel. Eine Einladung des britischen Abenteurers Robert Scott, ihn dorthin zu begleiten, lehnte Mawson ab. Ob die Schiffe ihre historische Reise in die Region nun abbrechen müssen, war unklar. Sie seien jedenfalls nicht geeignet, Fahrrinnen in das Eis zu brechen, hieß es seitens der australischen Regierung. Auch seien keine Hubschrauber verfügbar.
cfm/ans AFP


