China baut eine Stadt aus Eis: Rodeln auf der Chinesischen Mauer
zuletzt aktualisiert: 08.01.2010 - 08:08Harbin/China (RPO). Paläste, Pagoden und Skulpturen aus glitzerndem Eis: Beim alljährlichen Schneefestival macht die Stadt Harbin in Nordchina aus der Kälte Kunst. Hauptattraktion ist der Nachbau der Chinesischen Mauer, auf der Besucher wie auf einer Rodelbahn herunterrutschen können.
Die spektakuläre Ausstellung auf einer Insel im Fluss Songhua profitiert in diesem Jahr von einem außergewöhnlich kalten Winter, am Dienstag fielen die Temperaturen auf 16 Grad unter null.
Dennoch herrschte bei der Eröffnungsfeier großer Andrang, besonders großer Beliebtheit erfreute sich die Rutsche aus purem Eis. Ein weiteres Highlight ist ein komplettes Restaurant aus gefrorenem Wasser, in dem bis zu 100 Personen (hoffentlich warm) speisen können.
Die größten Skulpturen sind Nachbauten berühmter Baudenkmäler. Der Louvre in Paris, die Pyramiden von Gizeh, und die Chinesische Mauer haben Künstler in wochenlanger filigraner Kleinarbeit aus dem Eis gefräst. Eisbaden und sogar Eis-Hochzeiten sind weitere Attraktionen des knapp einmonatigen Festivals.
Das Festival fand 1985 zum ersten Mal statt. Mittlerweile hat es sich zu einer Winter-Touristenattraktion entwickelt und gehört zu den vier größten Eis- und Schneefestivals der Welt, neben dem Schneefestival in Sapporo, dem Skifestival in Oslo und der Winter-Sonnwendfeier in Québec.
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