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rom panorama teil 1 RP, Andreas Krebs
  Foto: RP, Andreas Krebs
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Adventsserie Rom!: 1. Teil: Rom! Ankunft in der Ewigen Stadt

VON JENS VOSS (TEXT) UND ANDREAS KREBS (FOTOS) - zuletzt aktualisiert: 09.12.2008 - 19:33

Rom (RP). Neue Serie Wie keine andere Stadt der Welt steht Rom für das süße Leben und für die Suche nach Gott. Mit jedem Schritt wirft sie die Frage auf: Was bleibt? Die Antwort ist überraschend: Rom lehrt – trotz all der Pracht – Demut. Die Ankunft in dieser Stadt ist immer auch ein Advent im Herzen des Christentums. In unserer Serie vor Weihnachten möchten wir darüber berichten.

Es war eine kleine, absurde Szene im Petersdom, notiert am ersten Tag des Besuchs in Rom: „Mann schwenkt mit ausgestrecktem Arm Videokamera über den Kopf, filmt die Decke – ohne selbst hinzusehen.“ Man mag sich zunächst amüsiert vorstellen, wie der Mann zu Hause am Fernsehschirm den Petersdom besichtigt, den er fein säuberlich abgefilmt und dabei nicht selbst gesehen hat. Doch dann steht man selbst ein wenig verloren in „St. Peter“, lässt die Pracht auf sich wirken, spürt diesen Impuls: Fotoapparat hoch und alles, alles fotografieren. Und man ahnt: Der Schwenk jenes Mannes mit der Kamera war auch eine Geste der Hilflosigkeit. Die Technik soll eine Fülle festhalten, die man dem Auge allein nicht anvertrauen will.

Rom ist eine schwierige Schöne. Man glaubt sie zu kennen, weil man viele Bilder von ihr im Kopf hat und viele Mythen über das süße Leben unter der Sonne Italiens. Und natürlich hat man sich ein wenig Kunstführerwissen einverleibt; weiß um die Spanne römischer Weltreichgeschichte – und natürlich weiß man, dass dieses Rom als Zentrum der Christenheit, als Roma Christiana, auch dies ist: ein Stein gewordenes Fenster zur Ewigkeit. Dennoch: Diese Stadt hat eigene Gesetze des Sehens. Das beginnt schon bei der Fahrt vom Flughafen in die Stadt.


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Bevor du Rom siehst, hörst du es. Und bevor du es hörst, riechst du es: Pinienduft, durchmischt mit würzigem Ruß, das Ganze zerschmolzen in wachsweicher Wärme. Und dann hörst du es: Der Verkehr hat etwas Knatterndes; nichts an diesem Geräusch ist glattgebürstet; jede Beschleunigung zieht eine Tonspur aus röhrender Hektik. Und dann siehst du es: Dieses Gewusel aus Autos und Mopeds, als hätte jemand alles, was fährt, zu stark aufgezogen. Roms Straßen sind so voller Tempo, als gäbe es nur Sekunden. Keine Spur von Ewigkeit in der ewigen Stadt. Die Gegenwart ist so laut, so gewöhnlich, so sehr dem Augenblick verhaftet, als zähle nur noch die nächste Grünphase, um loszuknattern in den Tag.

Fotos