Ableger des Pariser Museums: Sarkozy eröffnet Centre Pompidou in Metz
zuletzt aktualisiert: 11.05.2010 - 14:13Metz (RPO). Kunstliebhaber haben seit heute eine neue Anlaufstelle: In Metz hat der französische Staatschef Nicolas Sarkozy einen Ableger des berühmten Pariser Centre Pompidou eröffnet.
Das Centre Pompidou Metz (CPM) werde Lothringen zu einer "Rennaissance" verhelfen, betonte Sarkozy, der von Kulturminister Frédéric Mitterrand begleitet wurde. Für das Publikum wird das neue Museum am Samstag seine Pforten öffnen. Bis einschließlich Sonntag sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter Konzerte und ein Feuerwerk.
Das rund 10.000 Quadratmeter große und gut 70 Millionen Euro teure Centre Pompidou Metz (CPM) präsentiert als erste Ausstellung unter dem Titel "Meisterwerke?" 780 Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Video-Installationen berühmter Künstler des 20. Jahrhunderts - unter anderem von Pablo Picasso, Marc Chagall, Max Ernst, Wassily Kandinsky, Alberto Giacometti und Miró.
Dabei handelt es sich um Leihgaben des Museums für Moderne Kunst im Pariser Centre Pompidou. Die Ausstellungen sollen nach Angaben von CPM-Direktor Laurent le Bon etwa alle zwei Jahre wechseln.
Das CPM soll Kunstfreunde etwa aus dem Großraum Paris anziehen, die dank des Superschnellzugs Ost-TGV nur noch 80 Minuten bis Metz brauchen. Die Initiatoren setzen aber auch auf Besucher aus anderen französischen Regionen sowie aus den Nachbarländern Deutschland, Belgien und Luxemburg. Mittelfristig hoffen sie auf rund 400.000 Besucher jährlich.
Das CPM ist der erste regionale Ableger eines nationalen Museums in Paris. Entworfen wurde der futuristisch anmutende Bau von dem japanischen Architekten Shigeru Ban und seinem französischen Kollegen Jean de Castines. Das neue Museum ist Glanzstück eines Neubauviertels mit Büros, Geschäften, Wohnungen und einem Kongresszentrum, das derzeit in der Metzer Innenstadt entsteht.



