Bei Streitereien mit Fluggesellschaften: Schlichtungsstelle soll geprellten Fluggästen helfen
zuletzt aktualisiert: 11.02.2012 - 13:54Berlin (RPO). Bei Streitereien mit Fluggesellschaften sollen sich Passagiere künftig an eine Schlichtungsstelle wenden können.
Ein Sprecher des Bundesjustizministeriums bestätigte einen Bericht der "Saarbrücker Zeitung", wonach sich Ressortchefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und die Luftverkehrswirtschaft auf Eckpunkte für eine Schlichtung geeinigt haben. Danach sollen Fluggäste ihre Ansprüche geltend machen können, wenn sie vorher erfolglos bei den Airlines versucht haben, ihre Rechte durchzusetzen.
Leutheusser-Schnarrenberger sagte der Zeitung: "Die Schlichtung ermöglicht schnelle und unbürokratische Lösungen." Beide Seiten würden davon profitieren. Grundsätzlich sollen die Unternehmen die Kosten des Verfahrens tragen.
Die Teilnahme der Fluggesellschaften an der Schlichtungsstelle soll freiwillig sein. Sie können auch selbst Träger einer Schlichtungsstelle sein, die dann aber staatlich anerkannt sein muss. Für Kunden von Airlines, die nicht freiwillig mitmachen wollen, soll es eine gesetzliche Auffanglösung geben.


