Forscher entwickelt Formel: Tickets acht Wochen vor Abflug am günstigsten
zuletzt aktualisiert: 27.08.2010 - 14:51Düsseldorf (RPO). Wann sind Flugtickets am günstigsten? Ist es besser, Last Minute oder doch Monate im voraus zu buchen? Diese Frage haben sich sicher schon zahllose Urlauber gestellt. Ein Wirtschaftswissenschaftler glaubt, die Antwort darauf gefunden zu haben.
Jeder, der schon einmal im Internet unterwegs war, wird festgestellt haben, dass Preise für die gewünschte Flugverbindung je nach Abflugdatum stark schwanken können. Das Dilemma: Wer zu lange wartet, riskiert steigende Preise oder ausgebuchte Flieger. Wer aber lange im Vorfeld plant, muss mit Änderungen bei den Flugzeiten und möglichen Umbuchungs- bzw. Stornierungskosten rechnen.
Die Lösung: ∏A = gUG + min(k - g, (1 - g)(1 – r)). Oder in auch für Laien verständlichen Worten: Wer den besten Preis will, sollte acht Wochen vor dem Abflug buchen. Das behauptet zumindest der Ökonom Makoto Watanabe einem Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" zufolge. Seine „Acht-Wochen-Formel“ stellt er in der nächsten Ausgabe des „Economic Journal“ vor.
Watanabe liefert folgende Begründung für seine These: Bucht man einen Flug viele Wochen im voraus, müsse man mit unvorhergesehen Ereignissen rechnen, die die Reise am Ende doch ins Wasser fallen lassen. Damit Kunden trotzdem buchen, bieten Fluggesellschaften Frühbucherrabatte an. In der Folge steigen dann die Preise, je näher das Abflugdatum rückt.
Frühere Studien scheinen diese Behauptungen zu bestätigen. So zeigte eine Untersuchung zu Flugpreisen auf zwölf US-Routen im Jahr 2001, dass Tickets mit jedem Tag, den Passagiere mit der Buchung warteten, um rund 0,1 Prozent teurer wurden. Eine andere Studie, die im Jahr 2004 Flüge ab Nizza unter die Lupe nahm, ergab dem "Guardian" zufolge, dass der Ticketpreis in den letzten 22 Tagen vor Abflug im Schnitt um 12,7 Prozent kletterte.
Und noch eine weitere These stellt der Wissenschaftler dem Bericht zufolge auf: Flugtickets sind günstiger, wenn man sie am Nachmittag statt am Vormittag erwirbt. Seine Begründung: Airlines rechneten damit, dass Geschäftsreisende anders als Urlauber ihre Flüge eher am Morgen vom Büro aus buchen.



