Blick hinter die Kulissen: Tour durch Amsterdams Rotlichtviertel
zuletzt aktualisiert: 24.04.2009 - 08:16Düsseldorf (rpo). Grachten, Museen und Cafés waren gestern. Amsterdam bietet auch ganz andere Stadtführungen an. Mit einer ehemaligen Prostituierten geht es durch den Rotlichtbezirk Wallenwinkel.
Auf der einstündigen Tour werfen die Teilnehmer in kleinen Gruppen einen Blick hinter die Kulissen des ältesten Gewerbes der Welt. Das Amsterdamer Rotlichtviertel ist für seine so genannten Hurenfenter bekannt, hinter denen sich die Prostituierten präsentieren.
Mariska Majoor hat selbst Jahre lang hinter diesen Fenstern gearbeitet. 1994 gründete sie das Prostitution Information Centre (PIC), das jährlich 22.000 Besucher verzeichnet und die Touren organisiert. Majoor gibt während der Führung (Preis: 12,50 Euro) Geschichten über die Entwicklung des Viertels zum Besten und berichtet über ihre eigenen Arbeitserfahrungen. Teilnehmer haben die Möglichkeit, Fragen an sie zu richten.
Den Niederländern selbst ist das Rotlichtviertel inzwischen eher ein Dorn im Auge. Binnen zehn Jahren soll die Zahl der Schaufenster, in denen Prostituierte ihre Dienste anbieten, von 482 auf 240 halbiert werden, kündigten die Behörden in Amsterdam Ende des vergangenen Jahres an. Seit Februar bietet die Stadt unter dem Titel „A new perspective“ ausstiegswilligen Prostituierten Hilfe an. Auch von den 76 in der Innenstadt gelegenen Coffee-Shops, in denen Cannabis verkauft werden darf, soll die Hälfte geschlossen werden.
Prostitution Information Centre, www.pic-amsterdam.com
Fremdenverkehrsamt Amsterdam, www.iamsterdam.com


