24-jähriger Brite reiste durch Südamerika: Tourist stirbt vermutlich an Hanta-Virus
zuletzt aktualisiert: 05.12.2008 - 10:49Düsseldorf (RPO). Ein Tourist aus Großbritannien ist in Chile wahrscheinlich am Hanta-Virus gestorben. Der 24-Jährige starb Medienberichten zufolge am Dienstag in einer Klinik in Temuco im Süden des Landes an multiplem Organversagen.
Der Brite war am Wochenende mit ersten Krankheitssymptomen aus Argentinien nach Chile eingereist. Mit Fieber, inneren Blutungen und Herzkreislaufproblemen wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert.
Ärzten zufolge starb der Tourist vermutlich an einer in Chile bislang unbekannten Variante des Hanta-Virus. Dieser besonders aggressive Typus, der bislang nur in Argentinien nachgewiesen wurde, greift nicht nur die Lunge, sondern auch die Leber an und erschwert die Blutgerinnung. Die Gesundheitsbehörden in der Hauptstadt Santiago de Chile sind mit der Untersuchung des Falles beauftragt.
Studien haben bislang rund hundert Varianten des Hanta-Vius nachgewiesen. In Chile übertragen vor allem Ratten das Virus. Von 37 Infektionen im Jahr 2008 verliefen sieben tödlich. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums infizierten sich von 2001 bis 2008 581 Personen, 209 starben.



