Bauboom und Fischfarmen: Türkische Traumbuchten verschwinden
zuletzt aktualisiert: 26.11.2008 - 09:59Istanbul (RPO). Kommt bald das Aus für die "Blauen Reisen"? Die Zahl der malerischen Meeresbuchten in der südwestlichen Türkei ist einer Studie zufolge von 160 auf 70 gesunken. Ursache dafür sei ein ungezügelter Bauboom und die Ausbreitung von Fischfarmen, hieß es.
Die Studie der Seehandelskammer Bodrum untersuchte einen Küstenstreifen von Didim an der Ägäis bis Antalya am Mittelmeer. Die zuständigen Ministerien in Ankara müssten möglichst schnell Gegenmaßnahmen ergreifen, forderten die Autoren der Studie.
Die vielen Buchten der Südwesttürkei, die sich als Ankerplätze für Yachten und Ausflugsboote eignen, gehören zu den attraktiven Naturschönheiten der Region; jedes Jahr kommen zehntausende Urlauber in die Türkei, um die so genannte "Blaue Reise" zu erleben, eine Bootstour entlang der Südwestküste.
Diese Yachttouristen seien wesentlich spendabler als andere Besucher, sagte der Vize-Chef der Seehandelskammer Bodrum, Arif Yilmaz, nach einem Bericht der Tageszeitung "Radikal". Ohne Maßnahmen zur Rettung der Buchten würden viele Besucher in Zukunft der Türkei fernbleiben, was einen beträchtlichen Einnahmeausfall bedeute.


