Alanya: Türkischer Politiker will Bikiniverbot
zuletzt aktualisiert: 10.09.2008 - 12:24Istanbul (RPO). Zu freizügig: Ein Lokalpolitiker im türkischen Alanya hat ein Bikini- und Badehosenverbot in den Straßen des beliebten Touristenortes gefordert. Wer sich jenseits der Strandabschnitte nicht an die Kleiderordnung hält, soll verwarnt werden.
Ein Lokalpolitiker in der südtürkischen Urlauberstadt Alanya hat eine Kleiderordnung für allzu freizügige Urlauber gefordert. Auf Straßen und in Einkaufszentren sollten keine Bikinis oder andere Strandbekleidung mehr getragen werden dürfen, sagte Hilmi Arikan von der bürgerlich-konservativen Partei DP nach Medienberichten vom Mittwoch.
In den vergangenen Monaten habe Alanya eine "Erosion der Moral" erlebt, sagte Arikan, der Mitglied im Stadtrat von Alanya ist. Viele Bürger fühlten sich wegen der leichten Bekleidung von Urlaubern in den Straßen belästigt. Bikini- und Badehosen-Träger könnten zumindest verwarnt werden.
Alanya ist neben dem benachbarten Antalya die wichtigste Urlauberprovinz an der türkischen Mittelmeerküste. In der Gegend haben sich zudem mehrere tausend Ausländer, darunter viele Deutsche, dauerhaft niedergelassen.



