Umfrage unter Hoteliers: Überraschung: Deutsche Touristen weltweit beliebt
zuletzt aktualisiert: 05.06.2008 - 10:48Düsseldorf (RPO). Schlecht gekleidet, nörgelig und knauserig. So denken wir über unsere Landsleute im Ausland. Leute, die es wissen müssen, denken anders. In einer Studie wurden Hoteliers aus aller Welt befragt: Welche Touristen sind die besten? Und siehe da, nach den Japanern sind die Deutschen am beliebtesten. Wie die anderen Nationen abgeschnitten haben.
Die Klischees sind bekannt. Aber wie benehmen sich Deutsche, Japaner, Briten oder Franzosen wirklich im Urlaub? Das Online-Reiseportal Expedia hat für seine internationale „Best-tourist“-Studie mehr als 4000 Hotelmanager weltweit befragt. Dabei wurden die beliebtesten Gäste in zehn Kategorien wie „Großzügigkeit“, Kleidungsstil“ oder „Interesse an landestypischem Essen“ ermittelt und daraus ein Gesamtranking nach Nationen erstellt.
Ergebnis: Am besten schneiden japanische Touristen ab. Sie punkten vor allem mit gutem Benehmen. Den zweiten Platz teilen sich die Deutschen – ausgerechnet mit den Briten. Platz drei belegen die Kanadier. Schlusslicht des Rankings sind dagegen Chinesen, Inder und Franzosen. Punktabzug gab es zum Beispiel für die mangelnde Bereitschaft, sich in der Landesprache zu verständigen, oder für wenig Interesse an landestypischem Essen und für unordentliche Hotelzimmer.
Die Deutschen punkten bei Hoteliers weltweit mit gutem Benehmen und Sauberkeit. Auch ihr Ehrgeiz, die Landessprache vor Ort zu sprechen, erhielt Anerkennung. Kritik an den Deutschen gab es lediglich für ihre Knauserigkeit beim Trinkgeld. Noch geiziger sind nur die Franzosen. Die Amerikaner dagegen gelten weltweit als äußerst großzügig.
Dennoch landeten die US-Touristen nur auf dem elften Platz. Sie wurden nämlich als die am schlechtesten angezogenen Gäste bewertet. Mit ihrem Kleidungsstil konnten dafür Italiener und Franzosen punkten. In der Gesamtwertung nutze das allerdings wenig. Die Italiener belegen nur Platz 14. die Franzosen müssen sich sogar mit dem drittletzten Platz zufrieden geben.
Sehen Sie in der Fotostrecke, wie die einzelnen Nationen abgeschnitten haben.



