Bwindi-Nationalpark: Uganda: Mehr Berggorillas für Touristen
zuletzt aktualisiert: 12.03.2007 - 12:37Kampala (RPO). Immer mehr Touristen reisen nach Uganda, um die berühmten Berggorillas zu sehen. Die verstecken sich aber lieber. Jetzt wollen Wildhüter den Affen beibringen, dass sie von den Menschen nichts zu befürchten haben.
Wegen des großen Interesses an Berggorillas soll eine höhere Zahl der vom Aussterben bedrohten Tiere an Touristen gewöhnt werden. In diesem Jahr würden im Bwindi-Nationalpark zwei zusätzliche Gruppen der scheuen Spezies an Menschen gewöhnt, sagte die Sprecherin der ugandischen Wildtierbehörde, Lillian Nsubuga.
Schon vier Gruppen von Berggorillas haben sich durch die Anwesenheit der Wildhüter überzeugen lassen, dass Menschen harmlos sind. Bis die zwei neuen Gruppen auch nicht mehr vor den neugierigen Touristen fliehen, werde es ein bis zwei Jahre dauern.
Aufgrund der steigenden Urlauberzahl sei derzeit die Nachfrage größer als das Angebot, sagte Nsubuga. Die Menschenaffen sind als Touristenattraktion eine wichtige Einkommensquelle für Uganda. Urlauber zahlen zwischen 375 und 500 Dollar (zwischen 285 und 380 Euro), um eine Stunde auf den Spuren von Berggorillas zu verbringen.
Der Bwindi-Impenetrable-Nationalpark im Südwesten Ugandas beherbergt die meisten Berggorillas des Landes. Weltweit gibt es von den vom Aussterben bedrohten Primaten nur 700 Exemplare. Sie leben außer in Uganda auch in den Nachbarländern Ruanda und Demokratische Republik Kongo.


