"New7Wonders": Schwarzwald im Finale: Wählen Sie die größten Naturwunder der Welt
zuletzt aktualisiert: 27.07.2009 - 09:58Genf (RPO). Der Grand Canyon, das Great Barrier Reef, oder doch der Schwarzwald? Diese und 25 weitere Landschaften aus aller Welt sind Finalisten im Wettbewerb um den Titel der "neuen sieben Naturwunder". Interessierte können per Mausklick die Sieger bestimmen.
Nach Angaben der Organisatoren vom Dienstag zählen auch der Amazonas-Regenwald, der Kilimandscharo und die Galapagos-Inseln zu den Finalisten, die von einem Expertengremium aus 77 Vorschlägen ausgewählt wurden. Diese waren aus einer vorgehenden öffentlichen Abstimmungsrunde mit 261 Vorschlägen aus 222 Ländern als Spitzenreiter hervorgegangen.
Die von dem Schweizer Abenteurer Bernard Weber ins Leben gerufene Initiative "New 7 Wonders of Nature" sammelte seit 2007 über das Internet zunächst 441 Nominierungen. Die Stiftung wählte daraus den Spitzenreiter aus jedem einzelnen Land. Weitere Nominierungen kamen durch Stätten hinzu, die in mehreren Ländern liegen, so der Obere See zwischen den USA und Kanada oder das Matterhorn zwischen der Schweiz und Italien.
Das Expertengremium unter Leitung des früheren UNESCO-Direktors Federico Mayor kürte die 28 Finalisten nach Angaben Webers nun unter Berücksichtigung geografischer Ausgewogenheit, Vielfalt und Bedeutung für das menschliche Leben. Erfreut sei er darüber, dass auch Stätten wie etwa das Tote Meer, die in mehr als einem Land liegen, unter den Nominierungen sind, denn dies fördere eine Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. An der öffentlichen Abstimmungsrunde zur Ermittlung der Sieger können per Internet und Telefon Interessierte in aller Welt teilnehmen. Die Sieger sollen 2011 bekanntgegeben werden.
2007 kürte die Organisation in Anlehnung an die sieben Weltwunder der Antike bereits sieben "neue Weltwunder". Auf die Liste der bemerkenswerten Bauwerke der Menschen schafften es die Chinesische Mauer, die Felsenstadt Petra in Jordanien, die peruanischen Inka-Ruinen Machu Picchu, das Kolosseum in Rom, das Grabmal Taj Mahal in Indien, die Christus-Statue in Rio und die Ruinenstätte Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán.
Als ihr Ziel nennt Webers Stiftung die Förderung der kulturellen Vielfalt. Einnahmen aus der Vermarktung der Initiative sollen dem Erhalt von Kultur- und Naturdenkmälern zugutekommen. Ziel sei, das Wissen und die Wertschätzung über die Umwelt weltweit zu fördern. "Wenn wir oder unsere Kinder etwas retten wollen, müssen wir es erst zu schätzen wissen", sagte Weber.
Internet: www.new7wonders.com/


