Ausstellung: Was macht uns zu Touristen?
zuletzt aktualisiert: 31.01.2008 - 19:14Düsseldorf (RPO). Reisen – damit verbinden wir Schönheit, Sehnsucht, Erholung und Abenteuer. Doch nicht selten werden diese Vorstellungen im Urlaubsland enttäuscht. Trotzdem machen wir uns immer wieder auf den Weg. Eine unterhaltsame Ausstellung in Frankfurt versucht zu klären, warum wir als Touristen ständig die Welt erobern wollen.
Immer wieder lassen wir uns blenden, von der Hochglanz-Welt der Reiseprospekte. Von unseren Träumen vom perfekten Idyll aus Sonne, Strand und Meer. Wir träumen von der Exotik fremder Länder und sind manches Mal enttäuscht über die Realität am Urlaubsort.
Reisen ist ein weltweites Phänomen. Der Tourismus ist eine globale Massenbewegung geworden. Fast 900 Millionen Touristen hat die Welttourismus-Organisation der Vereinten Nationen (UNWTO) im vergangenen Jahr weltweit gezählt. Die ganze Welt, so scheint es, bewegt sich. Aber welche Folgen hat das? Und warum reisen wir eigentlich? Diesem Thema widmet sich jetzt eine Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt. „All-Inclusive. Die Welt des Tourismus“ ist bis zum 4. Mai zu sehen.
30 bekannte Künstler haben in der Ausstellung unsere Träume, die Klischees, aber auch die Gefahren, die der Massentourismus birgt, weil er unsere Welt verändert und ähnlicher macht, gestaltet. Das Ergebnis sind Dokumentationen, Parodien und künstlerische Verfremdungen von Reise-Impressionen.
In der Fotoserie „Fake Holidays“ zum Beispiel bildet der Österreicher Reiner Riedler stereotypische touristische Landschaften ab. Andere Künstler wiederum bringen ihre eigenen Erfahrungen beim Reisen zum Ausdruck. Etwa in dem kreisrunden Gepäckband der skandinavischen Künstler Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Ebenfalls zu bewundern ist eine Sammlung mit Hunderten von Souvenirs, die Touristen aus ihrem Urlaub mitbringen.



