24 Tote in Israel: Wettfahren verursachte tödlichen Busunfall
zuletzt aktualisiert: 17.12.2008 - 12:08Jerusalem (RPO). Ein Streit zwischen zwei Fahrern hat am Mittwoch den tödlichen Busunfall in Israel verursacht. Dabei war im Süden Israels ein Touristenbus in eine Schlucht gestürzt, 24 Menschen kamen ums Leben. Bei der Mehrzahl der Opfer handelte es sich um russische Touristen.
Der Fahrer des Unglücksbusses sei an einer Straßenkontrolle in einen Streit mit einem Kollegen geraten, der einen anderen Bus mit russischen Touristen steuerte, sagte der israelische Verkehrsminister Schaul Mofas am Mittwoch im israelischen Militärradio.
Bei der Weiterfahrt in Richtung des Badeortes Eilat hätten sich die beiden Fahrer dann immer wieder gegenseitig überholt, bis es in einer Kurve zum Unfall kam. Der Minister sprach von einem "kriminellen Verhalten" des Fahrers. Dieser hatte bei dem Unfall Verletzungen erlitten und wurde im Krankenhaus von der Polizei verhört.
Der mit russischen Reiseverkehrskaufleuten besetzte Bus war am Dienstag in der Negev-Wüste in eine Schlucht gestürzt. 24 Menschen kamen ums Leben, 33 wurden zum Teil schwer verletzt. 27 Verletzte befanden sich nach Krankenhausangaben am Mittwoch noch im Krankenhaus, davon waren neun in einem ernsten Zustand. Israelischen Medienberichten zufolge hatte der Fahrer bereits mehr als 20 Verstöße gegen die Verkehrsregeln auf dem Register.
Der Badeort Eilat am Roten Meer an der Südspitze Israels ist ein beliebtes Urlaubsziel. Die Badestrände des Roten Meers ziehen jährlich zehntausende Touristen an, aber auch Exkursionen zum nahen Toten Meer, auf den Sinai oder zur jordanischen Weltkulturerbestätte Petra sind bei Urlaubern aus Eilat beliebte Ausflugsziele.



