Von "Ocean's Eleven" bis "Shining": Zehn berühmte Filmhotels
zuletzt aktualisiert: 19.02.2009 - 10:19Düsseldorf (RPO). Urlauben wie die Filmhelden: Ob James Bond, Pretty Woman, Ocean’s Eleven oder Shining – viele Szenen großer Hollywooderfolge spielen in extravaganten Hotels auf der ganzen Welt. Eine Reise durch berühmte Filmhotels.
Mit Sicherheit einer der gruseligsten Filmschauplätze ist das Overlook Hotel. Hier spielt Stanley Kubricks Horrorklassiker "The Shining" (1980). In Wirklichkeit heißt das Hotel Timberline Lodge und liegt 95 Kilometer östlich von Portland im US-Bundesstaat Oregon. In dem riesigen Gebäude verfällt Jack Nicholson in der Rolle des Schriftstellers Jack Torrence langsam dem Wahnsinn. Heute kann man in dem Hotel aus den 30er Jahren in rustikal eingerichteten Zimmern für 99 bis 285 Dollar übernachten.
Kriminell, aber bedeutend witziger ging es im Bellagio Hotel in Las Vegas zu. Das 1998 eröffnete Bellagio zählt mit 3933 Zimmern zu den größten Hotels der Welt. Die Herberge am Las Vegas Boulevard war die Kulisse für Steven Soderberghs Gangsterkomödie „Ocean's Eleven“ aus dem Jahr 2001. Danny Ocean (George Clooney) und Rusty (Brad Pitt) räumten im Film gemeinsam mit neun Kumpanen den prall gefüllten Tresor des Hotelcasinos aus. Eine Touristenattraktion ist die mit Licht und Musik untermalte Wassershow am acht Hektar großen Hotelsee.
Das Grandhotel Albergo della Regina Isabella auf Ischia diente als Kulisse für den Film „Der talentierte Mr. Ripley“ nach dem gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith. Der Roman wurde erstmals 1960 unter dem Titel „Nur die Sonne war Zeuge“ mit Alain Delon verfilmt. Im Jahr 1999 drehte Anthony Minghella die Neuauflage mit Matt Damon und Jude Law. In den 50er und 60er Jahren trafen sich in dem Fünf-Sterne-Hotel Filmstars und Prominente aus aller Welt. Hier logierten Elizabeth Taylor, Richard Burton, Maria Callas, Charlie Chaplin and Clark Gable. Heute sind sie Namensgeber für die 20 Luxussuiten des Hotels. Hier kann man ab 2270 Euro die Nacht im Privat-Jacuzzi entspannen oder einen Spa mit 60 Behandlungsräumen nutzen.
In der Hatari-Lodge in Tansania wurde 1962 ein echter Abenteuer-Klassiker gedreht. Die Lodge liegt am Nordrand des Arusha-Nationalparks mit Ausblick auf den Kilimandscharo (5895 Meter) und den Mount Meru (4566 Meter). „Hatari!“ erzählt die Geschichte der Tierfänger John Mercer (John Wayne) und Kurt Müller (Hardy Krüger), die für Zoos auf aller Welt auf Wildtierjagd gehen. Heute erinnern die im Stil der 60er und 70er Jahre dekorierten Zimmer sowie Fotos in der Hotelbar an die Dreharbeiten.
Von der Hitze Afrikas in die eisige Kälte Lapplands: Hier befindet sich mit dem Eishotel in Jukkasjärvi das Vorbild für den isländischen Eispalast im Bond-Film "Stirb an einem anderen Tag" (2002). Der Eispalast liegt 200 Kilometer nördlich des Polarkreises und öffnet zwischen Mitte Dezember und Mitte April seine Pforten. Der Schneepalast hat bis zu 80 Zimmer, ein Eisrestaurant und eine Eiskapelle. Auch das Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg war Kulisse für einen Bond-Film. Hier fanden 1997 Dreharbeiten für "Der Morgen stirbt nie" mit Pierce Brosnan statt. Im dritten Stock des Traditionshauses an der Alster befindet sich die 80 Quadratmeter große BMW-Suite. Ihr Name ist eine Hommage an den Bond-Film.
Allein im Plaza Hotel
Das New Yorker Plaza Hotel an der Upper East Side ist Schauplatz für den Film "Kevin - Allein in New York" (1992). Anstatt mit seiner Familie nach Miami zu fliegen, landet Kevin (Maccaulay Culkin) irrtümlich im Flieger nach New York. Dort mietet er sich mit der Kreditkarte seines Vaters in der Luxusherberge ein und lässt es sich gut gehen. Das 1907 eröffnete Traditionshaus ist mittlerweile ein Wahrzeichen des Big Apple und zählt seit 1986 zu den offiziellen historischen Sehenswürdigkeiten der USA. Nach mehrjährigen Umbauarbeiten wurde es im März 2008 neu eröffnet und bietet nun 282 Gästezimmer - darunter 102 Suiten - an. Wer auf den Spuren des kleinen Filmhelden übernachten will, muss mindestens 775 Dollar hinblättern.
Für viele ist „Pretty Woman“ einer der romantischsten Liebeskomödie aller Zeiten, die Geschichte des reichen Geschäftsmann Edward Lewis (Richard Gere), der in Los Angeles die Prostituierte Vivian Ward (Julia Roberts) kennenlernt und als Begleiterin engagiert. Der Film machte das Beverly Wilshire Hotel einem breiten Publikum bekannt. Das 1928 in Beverly Hills erbaute Luxushotel liegt direkt am Rode Drive, die Chance beim Shoppen auf Hollywood Stars zu treffen, ist nicht gering.
Verteilt auf 14 Stockwerke verfügt das Beverly Wilshire über 395 Gästezimmer – darunter 137 Suiten – deren Größe zwischen 37 und 465 Quadratmetern variiert. Eine Nacht in einem der Zimmer kostet ab 495 Dollar. Für 10.000 Dollar pro Nacht kann man sich wie im Film in der Penthouse Suite im obersten Stockwerk einmieten.
Melancholie über den Dächern von Tokio
Der Film "Lost in Translation" von Sofia Coppola machte das Park Hyatt Hotel in Tokio weltberühmt. Das Fünf-Sterne-Hotel in den obersten 14 Etagen des Shinjuku Park Tower ist Schauplatz der Liebesgeschichte zwischen dem alternden Schauspieler Bob Harris (Bill Murray) und der jungen Amerikanerin Charlotte (Scarlett Johansson). Alle 177 Gästezimmer, darunter 23 Suiten, haben einen begehbaren Kleiderschrank und High-Speed-Internet. Eine Übernachtung in einem der 45 bis 290 Quadratmetern großen Zimmer kostet ab 345 Euro aufwärts.
Romantisch ging es auch im Hotel Ritz in London zu. Das Nobelhotel ist Schauplatz einiger Szenen der Komödie "Notting Hill" (1999), der Liebesgeschichte zwischen Hollywood-Star Anna Scott (Julia Roberts) und dem Buchhändler William Thacker (Hugh Grant). Berühmt ist das Hotel mit insgesamt 135 Zimmern vor allem für seinen Teeraum im Stil von Ludwig XVI, in dem schon Winston Churchill, Charles de Gaulle und Queen Elisabeth zu Gast waren.


