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Fast jeder Fünfte verspürt nach einer Umfrage des Allensbacher Demoskopie-Instituts zumindest ein leichtes Unbehagen, bevor er in ein Flugzeug steigt. 12 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen gaben unumwunden zu, Angst vorm Fliegen zu haben. Was Sie gegen schweißnasse Hände, Herzrasen und das Festklammern am Sitz tun können, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.
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1. Vor dem Flug
Eine entspannte Atmosphäre vor dem Flug ist ein guter Einstieg - etwa ein gutes Essen mit Freunden. Neben der Stimmungsaufhellung ist es eine angenehme Ablenkung. Wer sich auf die bevorstehende Reise freut und ausgeschlafen ist, der fühlt sich gleich entspannter.
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2. Rechtzeitig einchecken
Checken Sie rechtzeitg ein und reservieren Sie Ihren bevorzugten Platz. Die Plätze in der Mitte des Fliegers gelten als die ruhigsten. Das Personal hat Verständnis für Passagiere mit Flugangst.
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3. Gespräch mit der Stewardess
Im Flieger sollten Sie das Gespräch mit der Stewardess suchen. Vielleicht ist noch eine Reihe frei und Sie können mit mehr Platz reisen.
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4. Reisen Sie nicht alleine
Falls möglich sollten Sie mit einem vertrauten Menschen fliegen. Wenn Sie über Ihre Angst sprechen, können sie sie sich von der Seele reden. Schämen Sie Ihrer Angst nicht. Wie eingangs geschildert, leiden viele Leute unter Flugangst.
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5. Nicht ins Bockshorn jagen lassen
Die Demonstration von Schwimmweste und Atemmaske ist Routine. Machen Sie sich das bewusst. Es ist kein Hinweis auf eine besondere Gefahr.
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6. Lenken Sie sich ab
Während des Fluges sollten Sie sich ablenken. Plaudern Sie mit dem Sitznachbarn. So vergeht die Zeit und negative Gedanken kommen nicht auf. Hören Sie Ihre Lieblingsmusik oder lesen Sie ein spannendes Buch. Oder bitten Sie um einen Besuch im Cockpit - wer sich dort die Instrumente erklären läßt, kann Ängste abbauen.
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7. Entspannungsübungen
Entspannung ist das Zauberwort: Übertragen Sie einfache Entspannungsübungen aus dem Sport auf die Flugreise.
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8. Atemübungen
Auch die Atmung ist wichtig. Diplom-Psychologe Sascha Thomas rät: "Durch die Nase ein- und durch den Mund doppelt so lange ausatmen." Legen Sie die Hand unterhalb des Nabels auf den Bauch und stellen Sie sich beim Einatmen vor, wie die Luft in den Bauch strömt und Ihre Hand dabei hochhebt. Zwischen den Atemzügen warten Sie sechs bis zehn Sekunden. So entspannt sich die Muskulatur.
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9. Keine Angst vor Turbulenzen
Flugzeugflügel sind elastisch gebaut und brechen nicht so einfach ab. Sie können bis zu acht Meter nach oben und unten nachgeben. Und: Flugzeuge können auch bei Ausfall eines Triebwerks noch fliegen. Die Piloten sind für solche Situationen bestens geschult. Informieren Sie sich über Flugzeuge und deren Technik. Sprechen Sie mit den Flugbegleitern über Geräusche oder Flugmanöver.
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10. Keinen Alkohol
Trinken Sie Alkohol besser erst nach der Ankunft. Durch die Flughöhe wirkt Alkohol doppelt stark. Außerdem ist Alkohol eine Art Fluchtreaktion. Versuchen Sie besser, die Flugangst zu bewältigen.
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11. Medikamente als letztes Mittel
Naturprodukte wie Johanniskraut oder Baldrian wirken auf pflanzlicher Basis und schaden weniger als chemische Präparate. Als schärfste Waffe gilt Diazepam (Valium), was aber nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden sollte. Immer gilt: Medikamente lösen keine Probleme. Wer häufig Beruhigungspillen schluckt, setzt sich der Gefahr aus süchtig zu werden.
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12. Therapie im Flugsimulator
Die Universität Würzburg bietet virtuelle Flüge im Flugsimulator an. Unter einem Cyber-Helm kann der Teilnehmer einen täuschend echten Flug miterleben. Kosten für einen halben Tag plus Beratung: 300 Euro.
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13. Flugangst-Seminare
In Zusammenarbeit mit der Lufthansa bietet die Agentur Texter-Millott Seminare für entspanntes Fliegen an. Enthalten sind ein Inlandflug mit psychologischer Begleitung. Der zweitägige Wochenendkurs kostet 780 Euro. Günstiger ist ein Einzeltraining bei Freyflug für 360 Euro.
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14. Setzen Sie sich in ein Flugzeug!
Am besten ist es, sich seiner Angst zu stellen. Dann schwindet die Stressreaktion nach und nach. Bei Psychologen heißt diese Technik Konfrontationstherapie.
Quelle der Tipps: teilweise bild.de