So schützen Sie sich vor gefährlichen Gasen: Algenpest vor der Bretagne
zuletzt aktualisiert: 19.08.2009 - 16:48München (RPO). Giftige Algen trüben zurzeit das Badevergnügen in der Bretagne. Viele Strandabschnitte von Saint-Michel-en-Grève an der Grenze zur Normandie bis zum Badeort La Baule in der Bretagne sind von der Algenpest betroffen. Wie sich Urlauber schützen können, erfahren Sie hier.
Meiden Sie ungepflegte Strände: Badeurlauber sollten sich nur an gut gepflegten Stränden aufhalten. Die Grünalgen, die großen Salatblättern ähneln, sind nur gefährlich, wenn sie am Strand verfaulen. Dann verhärten sie nach ADAC-Angaben zu einer Kruste, unter der sich Schwefelwasserstoff sammelt.
Treten Strandurlauber darauf, werde das nach faulen Eiern riechende und stark giftige Gas freigesetzt. In höherer Konzentration beeinträchtigt es den Geruchssinn erheblich. Keine Gefahr besteht, wenn die Algenteppiche sofort vom Strand entfernt werden.
Halten Sie die Augen offen: Sicherheitshalber sollten Urlauber an der Küste die Augen offen halten. Insbesondere an felsigen und steinigen Strandabschnitten ist Vorsicht geboten: Die Algen wachsen in der Gezeitenzone am Boden und meistens auf Steinen.
Angetrocknete Algen meiden: Urlauber sollten unbedingt Algen aus dem Weg gehen, die in der Sonne an Steinen oder am Boden antrocknen. Die Algenkruste, unter der sich die giftigen Gase sammeln, ist an einem weißlichen Rand zu erkennen. Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder den riesigen grünen Algenteppichen fernbleiben.
Die Algenpest ist nichts Neues: Es gibt sie, unter anderem auch im Mittelmeer, seit den 1970er Jahren. Als Ursache wird vermutet, dass es bei hohen Temperaturen im Sommer zu einem kräftigen Algenwachstum kommt, das durch nitratreiche Abwässer aus der Landwirtschaft begünstigt wird.


