Fertige Urlaubssets zu teuer: Das gehört in die Reiseapotheke
zuletzt aktualisiert: 26.06.2009 - 16:43Düsseldorf (RPO). Wer kennt das nicht? Obwohl man in Urlaub ist und sich eigentlich erholen sollte, wird man krank. Es kann ein starker Sonnenbrand, eine Erkältung oder eine Magen-Darm-Erkrankung, die einem die Ferien vermiesen. Um schnell wieder fit zu werden, ist die sorgfältige Zusammenstellung der Reiseapotheke besonders wichtig, rät der TÜV Rheinland.
Dabei sollte man sie am besten individuell zusammenstellen und sich nicht auf ein fertiges Paket aus der Apotheke verlassen. Oft enthält die fertige Reiseapotheke Lippenherpescreme, Augen- und Ohrentropfen, Gel gegen Mückenstiche und eine Lotion nach dem Sonnenbad. Aber schon bei Darmproblemen oder Halsschmerzen und Husten kommt man damit nicht weit.
Selbst kombinierte Medikamente sind meist auch billiger als Fertig-Angebote und schließlich muss die Ausstattung vor allem für ältere Menschen und chronische Kranke optimal sein. Gerade sie sollten auch auf den Rat eines Hausarztes zurückzugreifen, um die richtigen Tabletten und Pillen in den Koffer zupacken.
Zur Grundausstattung einer guten Reiseapotheke gehören in jedem Fall Pflaster in verschiedenen Größen, eine Schere, eine Pinzette sowie eine desinfizierende Wundsalbe, ein kühlendes Gel gegen Juckreiz bei Insektenstichen, Verbandsmaterial, ein Fieberthermometer und Medikamente gegen Fieber und Schmerzen. Außerdem empfehlenswert ist ein Durchfallmittel, um Infektionen oder Durchfall durch Bakterien in verunreinigter Nahrung vorzubeugen und den Verlust von Flüssigkeit wieder auszugleichen.
Spezielle Beratung vor Fernreisen
Spezielle Dental-Ausrüstungen, die Reisenden im Notfall helfen sollen, sich selbst Zahnkronen und Füllungen zu richten, machen nur in Erdteilen Sinn, die weitab jeglicher Zivilisation liegen. Im Falle einer Abenteuer- oder Fernreise sollte man sich schon einige Wochen vorher vom Arzt beraten und eventuell noch impfen lassen.
Besonders bei Vorerkrankungen sollte der Reisende dafür sorgen, dass er seine regelmäßig benötigten Medikamente in ausreichender Menge einpackt. Im Ausland ist die gleiche Qualität der Arznei nämlich oft nicht garantiert. Um Probleme bei der Gepäckkontrolle oder mit den Zollbehörden zu vermeiden, sollte ein Hausarzt die Notwendigkeit dieser Medikamente bescheinigen.
Was als Zusatz zu einer optimalen Reiseapotheke empfehlenswert ist, ist das Anlegen einer elektronischen Gesundheitskarte, in der wichtige Daten wie Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen, Blutdruckwerte, Diagnosen, Arztbriefe und Röntgenbilder gespeichert werden. Diese Daten sind dann im Notfall überall auf der Welt abrufbar.


