Ostfrankreich und Schweiz: Impfung gegen Masern empfohlen
zuletzt aktualisiert: 24.02.2011 - 13:55Düsseldorf (RPO). Bevor die Reise in die Region Rhône-Alpes im Osten Frankreichs oder den Schweizer Kanton Genf los geht, sollten sich Urlauber gegen Masern impfen lassen. Seit Ende 2010 erkrankten in Frankreich über 2000 Menschen an der Krankheit. Dabei sind besonders ungeimpfte Erwachsene betroffen.
Im Kanton Genf wurden bisher 29 Fälle gezählt. Auch dort sei der Großteil der Erkrankten ungeimpfte Erwachsene, so der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.
"Masern sind hoch ansteckend und werden durch Tröpfchen in der Luft und direkten Kontakt übertragen" erklärt Martin Terhardt, Impfexperte des BVKJ aus Ratingen. In einem Raum mit 100 ungeschützten Personen und einem Überträger würden sich 99 Menschen mit Masern infizieren.
Alte Menschen und Säuglinge sind besonders gefährdet
Die Bezeichnung "Kinderkrankheit" habe ihren Grund in dieser hohen Infektionsrate, und nichts mit der Schwere der Krankheit zu tun, warnt der BVKJ. Masern könnten zur Entzündung von Lunge, Augen oder Gehirn führen und schlimmstenfalls tödlich enden. Je älter Patienten sind, desto häufiger treten Komplikationen auf.
Am gefährlichsten seien Masern für Säuglinge. Eine Infektion führe häufig zur chronischen Masern-Gehirnentzündung. Deshalb sollten sich Eltern unbedingt gegen Masern impfen lassen, rät Terhardt. Besonders bei den jungen Erwachsenen ab dem Jahrgang 1970 klaffe in Deutschland eine Impflücke. Für diese Personen wird eine einmalige Impfung mit einem kombinierten Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln empfohlen.
Internet: www.kinderaerzte-im-netz.de



