Stiftung Warentest: Online-Portale machen Flüge oft teurer
zuletzt aktualisiert: 04.02.2011 - 12:49Berlin (RPO). Bei Flugbuchungen im Internet zahlen Urlauber oft drauf. Denn oft fallen Zusatzgebühren, doppelte Stornokosten und erhöhte Preise nach der Buchung an. Die Stiftung Warentest Berlin rät daher, direkt bei der Fluggesellschaft zu buchen.
Trotz einer EU-Regelung, die Flugbuchungen im Internet für Kunden transparenter machen sollte, gibt es bei Flugvermittler immer noch versteckte Kosten, doppelte Gebühren und verteuerte Flüge nach der Buchung, berichtet test.de, das Onlineportal der Stiftung Warentest.
So erheben Online-Flugvermittler – im Gegensatz zu Flugsuchmaschinen – Servicegebühren zusätzlich zum Flugpreis. Bei www.cheapfares.de fallen pauschal 12 Euro an, bei www.fluege.de ist die Gebühr abhängig von Strecke und Anzahl der Reisenden.
Wer später umbuchen oder stornieren muss, zahlt sogar doppelt: einmal für den Flugvermittler, einmal für die Airline. Bei www.fluege.de muss eine Familie mit zwei Kindern dafür 200 Euro bezahlen – plus die Gebühren für die jeweilige Fluggesellschaft. Bei vielen Online-Flugvermittlern ist außerdem die Buchung einer Reiseversicherung voreingestellt – das wurde den Fluggesellschaften schon 2008 untersagt.
Ob man den günstig angebotenen Flug auf diesen Portalen tatsächlich buchen kann, ist oft Glückssache: Da die Flugvermittler nicht immer die aktuellsten Flug-Informationen gespeichert haben, erhalten Reisende auch schon mal Flüge, die deutlich teurer sind als online bei der Buchung angezeigt.
Ohnehin kommen Reisende oft günstiger weg, wenn sie ihren Flug direkt bei der Airline buchen. Der Flug von Berlin nach Barcelona kostet in der Stichprobe zwischen 139,78 Euro und 156,84 Euro, direkt bei der Airline mit Visa Electron noch 118,98 Euro.
Zudem haben die Reisenden die Kosten besser im Blick: Fluggesellschaften sind verpflichtet, den Gesamtpreis für den Flug anzuzeigen. Manche Flugvermittler sind hingegen der Ansicht, diese Verordnung gelte für sie nicht.



