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| 18.48 Uhr

Tradition
An wen erinnern die Wochentage?

Sie begegnen uns jeden Tag: die Namen der Wochentage. Aber woher kommen die Bezeichnungen und was bedeuten sie? Von Annika Küpper, 8a, Gymnasium An der Gartenstraße Mönchengladbach

Bei Montag tippen die meisten wahrscheinlich noch richtig. Der Montag war dem nordischen Gott Mani geweiht. Im nordischen Glauben ist der Mond der Bruder der Sonne. Deshalb folgt dem Sonntag, als Tag der germanischen Sonnengöttin Sunna, der Tag zu Ehren des Mondes. Der Dienstag stammt vom griechischen Begriff "dios", womit Götter gemeint sind. Vom germanischen Gott Tyr oder Tiu leiten wir unseren heutigen Dienstag ab.

Der Mittwoch war dem germanischen Gott Wotan gewidmet. Bei den alten Römern war es der Gott Merkur, der diesem Tag seinen Namen gab. Im Zuge der Christianisierung wurde er allerdings schlicht zur Mitte der Woche erklärt. Der Donnerstag war dem germanischen Gott Donar geweiht. Freitag war der Ehrentag der germanischen Göttin Freya. Sie war für die Schönheit, die Liebe und den Frühling zuständig. Der Samstag geht auf den jüdischen Sabbat zurück. Das englische Wort "saturday" kommt vom römischen Saturnus.

Ursprünglich beruhen die Namen der Wochentage also auf germanischen, römischen und griechischen Gottheiten. Auch wenn die heidnischen Sitten heute weitgehend ausgestorben sind, bleibt doch die Erinnerung an sie: in den Wochentagen.