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Literatur
Buchhandel in der Krise

Die Verbreitung des Online-Versandhandels bedroht die klassischen Buchläden in ihrer Existenz. Von Nike Schmitz, 8a, Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach

Das 18. Jahrhundert war wegweisend für den deutschen Buchhandel, da das Zeitalter der Aufklärung zu einem größeren Interesse an Büchern beitrug. Der Buchhändler war damals Vermittler und Förderer des neu aufkommenden Gedankens, dass der Mensch sich selbst aus seiner Unmündigkeit befreien kann. Anstatt in Latein wurden die Schriften zunehmend auf Deutsch veröffentlicht, um ein breiteres Publikum zu erreichen.

Der Buchhandel verändert sich seit den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts stetig und vielfältig. Seit Mitte der 1990er-Jahre sind Sortimentsbuchhandlungen durch das Internet und zunehmende Digitalisierung einem radikalen Umbruch ausgesetzt. Die Online-Buchshops wurden Ende der 1990er-Jahre gegründet, anfangs waren sie für den Ladenhandel keine ernst zu neh-mende Konkurrenz. Bis 2007 wuchs der Online-Buchhandel weiter an. Während der Umsatz des stationären Buchhandels nun einen kleineren Anteil am gesamten Umsatz der Buchbranche ausmacht, erhöht sich der Anteil des Internet-Vertriebs: Große Online-Anbieter verdrängen kleine Buchhandlungen. Der Prozess dauert noch immer an.

Diesen Wandel kann man gut nachvollziehen, wenn man sich die jeweiligen Vor-und Nachteile des Online-Buchhandels und des klassichen Buchladens bewusst macht. Der Online-Versand lockt bequeme Nutzer damit, dass er jederzeit verfügbar ist. Das gewünschte Buch kann direkt von zu Hause aus bestellt werden. Eine Vielfalt von Rezensionen ermöglicht einen Überblick und Kundenbewertungen helfen bei der Kaufentscheidung.

Kauft man seine Bücher in einer Sortimentsbuchhandlung, spart man sich die Wartezeit und die Portokosten für den Versand und erhält eine persönliche Beratung vom Verkäufer. Man kann das Buch anfassen und querlesen und stößt beim Stöbern vielleicht auf Bücher, die man sonst nicht entdeckt hätte. Viele Buchhandlungen bekämpfen die Internet-Konkurrenz, indem sie neben den Büchern auch andere Artikel wie Schreibwaren oder Spielzeug verkaufen.

Es scheint bis jetzt also auch eine Typfrage zu sein, ob man eher online bestellt oder persönlich im Laden einkauft.