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| 12.42 Uhr

Ernährung
Isst die Zukunft vegan?

Düsseldorf. Seit rund zwei Jahren findet die vegane Ernährungsweise immer mehr Anhänger, was sich auch an der Vielzahl veganer Produkte im Supermarkt erkennen lässt. Doch warum? Und was heißt das eigentlich? Von Lara Bone, Mia Schwesinger und Luise Siepmann, Städtisches Leibniz-Montessori-Gymnasium

Laut ProVeg Deutschland e.V. (ehemals Vegetarierbund Deutschland e.V.) ernähren sich rund 1,3 Millionen Menschen vegan. Die Auswirkungen dieses Zuwachses kann in den Läden beobachtet werden: Während pflanzliche Alternativen vor einigen Jahren nur in wenigen Bioläden zu finden waren, gehören sie heute zu fast jedem Supermarktsortiment dazu. Auch Fleischalternativen sind immer häufiger zu finden. Deutschland liegt, wie ProVeg Deutschland e.V.  berichtete, mit 18 Prozent der veganen Produkte an der Spitze im europaweiten Vergleich.

Warum wird die Bevölkerung immer veganer? Ein Grund dafür ist die Haltung der Tiere: ProVeg Deutschland e.V. erläuterte dazu, dass mehrere Millionen Milchkühe pro Jahr gehalten würden. Nach wenigen Kälbern, die dazu dienen die Milchproduktion in Gang zu bringen, würden die Kühe in die Fleischproduktion übergehen. Die Kälber der Milchkühe werden ebenfalls für die Milchproduktion genutzt oder nach kurzer Zeit geschlachtet werden. Ebenso wie die Milch werden auch Eier meistens nicht tierfreundlich produziert: Pro Jahr würden etwa 40 Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet, da sie keine Eier legen.

Auch die eigene Gesundheit profitiert von einer veganen Ernährung: Der hohe Fleischkonsum ist beispielsweise die Hauptursache für Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu hohem Cholesterinwert und sogar Krebs, so ProVeg Deutschland e.V.

Außerdem sei die Fleischproduktion der größte Verursacher schädlicher Treibhausgase. Eine pflanzlich basierte Ernährung versorge den Körper hingegen größtenteils mit allen benötigten Nährstoffen. Es gibt viele Ergänzungsmittel, mit denen die meisten tierischen Produkte ersetzt werden könnten. Als Hilfe ständen viele vegane Restaurants und Kochbücher zur Verfügung.