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| 16.45 Uhr

Kommentar
Macht etwas für uns, denn wir sind die Zukunft

Düsseldorf. Es gibt mehr Wähler, die sich für die Rente interessieren, als für gute Schulbildung. Das muss ein Ende haben, findet unsere Autorin. Von Sina Schumann, 9.2 International School Of Düsseldorf

Deutschland ist eine überalterte Gesellschaft. Bei ungefähr 1,5 Geburten pro Frau laut der Frankfurter Neuen Presse, wird die deutsche Bevölkerung immer weniger. Senioren in Deutschland sind dadurch derzeit die größte Wählergruppe. 36,1 Prozent der Wähler sind laut der Morgenpost über 60 Jahre alt. So beeinflussen sie besonders die politische Ausrichtung in Deutschland.

Die Rente hat – logischer Weise – für die Älteren eine höhere Priorität als genügend Schulen und Lehrer den Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. In den staatlichen Schulen sind zu viel Kinder in einer Klasse und es fehlt an moderner Technik. Das ist ungerecht. Die Jugend muss besonders und besser gefördert werden, da sie die Zukunft von Deutschland ist. In der Zukunft müssen wir durch unsere Arbeit die Rente der Älteren bezahlen, darum ist es sehr wichtig, dass wir auch eine gute Ausbildung bekommen.

Es gibt keine Partei, die die Interessen der Jugendlichen in den Vordergrund stellt oder sie gleichberechtigt neben die Interessen der Älteren stellt. Viele Jugendliche haben das Interesse an der Politik verloren, weil sie ihre Meinungen und Ansichten in den Parteien nicht wiederfinden.

Die meisten Politiker in Deutschland sind über 50 Jahre alt. Aber für ein hohes Staatsamt braucht man kein hohes Alter. Ein Beispiel sieht man in Frankreich: Emmanuel Macron ist mit 39 Jahren Staatspräsident geworden. Der Grund für die Wahl liegt in der neu gegründeten Partei "en Marche”. Die Partei repräsentiert die jungen und arbeitenden Franzosen. Die Wähler waren nicht mehr zufrieden mit den alten Parteien, deshalb haben sie sich für die neue Wahlmöglichkeit entschieden.

Doch am wichtigsten ist die Freiheit. Das Recht die eigene Meinung preiszugeben und das diese in die Politik miteinbezogen wird. Das wäre möglich, wenn das Wahlalter gesenkt wird. Ich sehe auch eine Möglichkeit in der Zukunft, dass der Staat Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren Taschengeld gibt, das als Lerngutscheine oder fördernde Mittel eingesetzt werden können. Ziel wäre es ebenso, die Geburtenrate zu erhöhen, auch um die Versorgung der älteren Menschen gewährleisten zu können. Ein Wunsch, den viele Jugendliche haben, ist, dass man sich mehr gegen den Klimawandel einsetzt. Dieser ist heutzutage eines der größten Probleme, die der Zukunft der Menschheit im Wege steht. Wenn nichts gegen dieses Problem unternommen wird, spielt das eine große Rolle für unsere Generation, da die jetzt Älteren die Auswirkungen nicht so deutlich spüren so wie wir junge es werden.

Für die Zukunft wünsche ich mir eine Partei, die die Interessen der Jugend mehr beachtet, da wir die Zukunft Deutschlands sind!