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| 16.51 Uhr

Internet
Virtueller Kampf

Die Hacker-Vereinigung Anonymous richtet sich gegen die Terrormiliz "Isalamischer Staat" und hackt Accounts aller Arten von Menschen, die zum sogenannten IS gehören. Von Sarah Vetten, 8.3, Gesamtschule Hardt Mönchengladbach

Die Terroranschläge in Paris sind jetzt schon einen Monat her. Die Hackergruppe Anonymous bekämpft die Terrororganisation "Islamischer Staat" über das Internet und zwar schon seit vergangenem September, nach dem Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo im Januar 2014. Doch seit dem 16. November 2015, drei Tage nach den Terroranschlägen in Paris, sind sie ihre Aktivitäten noch verstärkt.

Anonymous ist ein führerloser Zusammenschluss von Menschen unabhängig von Geschlecht und Alter. Sie setzen sich für Ihre und anderer Menschen Rechte ein. Das tun sie meist über das Internet, aber es gibt auch Demonstrationen. Doch dabei bleiben stets alle Mitglieder anonym. Sie verstecken sich hinter Masken, die einen lächelnden Mann mit Spitzbart und geschlossenem Mund zeigen. Diese Maske ist das Gesicht von Guy Fawkes, der im November 1605 politischen Widerstand zeigte und versuchte, das britische Parlament zu bombardieren und den damaligen König zu stürzen.

Bei der Operation Ice ISIS nach dem Mordanschlag auf Charlie Hebdo versuchte Anonymous den Einfluss des selbsternannten "Islamischen Staates" in sozialen Medien zu verringern. Sie übernahmen Accounts auf Twitter und Facebook der Leute, die dem "IS" folgen und machten sie unbrauchbar. Nach den Terroranschlägen in Paris veröffentlichte Anonymous ein Video, in dem sie der Terrororganisation den Krieg erklärten. Dieses zeigte anscheinend Wirkung, da der "IS" auf seinen Seiten im Internet Schutzmaßnahmen gegen das Hacken veröffentlichte. Diese waren z.B., dass Twitter- sowie Facebook-Nutzer alle 20 Minuten ihren Namen ändern sollten. Außerdem sollte niemand mehr über "Telegram" mit Fremden kommunizieren. Doch weiterhin konnte Anonymous sämtliche Accounts löschen und E-Mail-Accounts hacken.

Mittlerweile befürchtet man, dass auch der "Islamische Staat" per Hacken auf Infrastrukturen zuschlagen kann. Wie zum Beispiel auf die interne Stromversorgung, die Systeme der Flugüberwachung oder sogar auf Einrichtungen wie Krankenhäuser und anderen wichtige Institutionen.