Currenta RWE Stadtwerke Düsseldorf
| 14.58 Uhr

PC-Spiele
Zocken übt den Charakter

Es ist Nachmittag, die Schule ist vorbei, die Hausaufgaben sind erledigt. Jetzt darf gespielt werden, getreu dem Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen". Von Karl Gembler, 8a, Städtische Realschule Hückeswagen

Eltern sagen diesen Satz häufig, doch die Kinder hören ihn ungern. Falsch ist der Satz übrigens auch: Spielen und Lernen sind nicht unbedingt Gegensätze. Die Hausaufgaben können ja auch Spaß machen oder interessant sein.
Und wer sagt, dass man beim Spielen nichts lernt? Wer beispielsweise zum Sport geht, trainiert Ausdauer und Geschick. Man lernt, im Team zu arbeiten und mit Niederlagen umzugehen. Selbst das "Rumdaddeln" am Computer kann etwas bringen. Es gibt eine Menge Spiele, bei denen man sich etwas einfallen lassen muss, um weiterzukommen, oder Konzentration gefragt ist.
Am besten sind Spiele, die nicht vorschreiben, was man tun muss. Beispielsweise in "Minecraft" oder "Die Sims" und "SimCity" werden die Spieler nicht berieselt, sondern sollen selbst Ideen entwickeln. In "Minecraft" kann man mit Würfelblöcken fast alles bauen oder im "Überlebensmodus" bei null anfangen und das Leben in der virtuellen Wildnis meistern. In "Die Sims" gründet man seine eigene Familie und muss sich um diese kümmern. Mit "SimCity" baut man seine eigene Stadt auf, plant sie und muss eine stabile Infrastruktur schaffen. Aber Achtung, bei solchen Spielen verliert man schnell das Zeitgefühl, also sollte man die Spielzeit auf circa zwei Stunden am Stück beschränken.
Es gibt viele Computerspiele, in denen man Rätsel lösen muss, Musik machen kann, Dance-Moves übt und sogar Sport macht, bis man schwitzt. Die Spielekonsole Wii von Nintendo ist dafür bekannt, dass sie mit Bewegungssensoren arbeitet.
Jeden Tag stundenlang das Gleiche zu spielen, ist nie gut. Das gilt nicht nur für Gewaltspiele. Auch wer andere, simple Spiele tagelang daddelt, wird schlechter in der -Schule, weil man an nichts anderes denkt. Aber Studien haben auch gezeigt: Spiele, in denen man mit anderen gemeinsam Probleme löst, ändern das Verhalten. Und zwar zum Positiven.