Chempark RWE Stadtwerke Düsseldorf
| 16.39 Uhr

Wettbewerb
Echtes Kribbeln im Bauch

Neuss. Die achte Klasse der Janusz-Korczak-Gesamtschule hat bei unserem Schreibwettbewerb einen Ausflug
ins Phantasialand gewonnen. Und so war ihr Tag im Freizeitpark.
Von Chiara Risch und Laura Gradtke, 8b, Janusz-Korczak-Gesamtschule Neuss

Genau so hatten wir uns den langersehnten Ausflug ins Phantasialand vorgestellt: strahlender Sonnenschein, als einzige Klasse der JKG schulfrei und alle in bester Laune. Daran konnten auch Frau Winkens' ständige Ermahnungen, alle freien Stellen des Körpers mit Sonnencreme einzureiben, nichts ändern.

Nach einer endlos langen und umständlichen Fahrt von Neuss nach Brühl, ungeduldigem Warten, während Frau Fuchs uns an der Sonderkasse die "VIP-Tickets" besorgte und den üblichen nervtötenden Klassenfotos ging es endlich los.

Ohne auf den Plan zu schauen, rannten wir in Richtung des Riesenturms "Mystery Castle", von dem wir uns einen guten Einstieg in einen Tag voller "Kribbeln im Bauch" versprachen. Zum Glück mussten wir nur fünf Minuten warten, bis wir uns in das Innere des unheimlichen Turms aufmachen konnten, nichts ahnend, was uns dort erwarten würde. Als ich mit Marius an meiner Seite in den Sitz gepresst wurde, war an einen Ausstieg nicht mehr zu denken. Schon wurden wir in die Höhe geschossen! Beim Heruntersausen des Fahrgestells schwoll das Kribbeln auf Donnerschläge an, doch schlimmer noch als all diese Gefühle, die diese Höllenmaschine in meinem Magen anrichtete, war das schrille Kreischen von Marius, das den restlichen Tag in meinen Ohren widerhallte. Nach diesem traumatisierenden Erlebnis beschlossen wir, in Chinatown nach einer etwas entspannenderen Attraktion zu suchen. Da bot sich die Wasserbahn "River Quest" an, die bei der Hitze zugleich eine Abkühlung versprach.

Nachdem wir uns auf den nassen Sitzplätzen des Gummirings niedergelassen hatten, suchten wir die Sicherheitsbügel. Doch zu unserem Entsetzen gab es keine! Laura geriet in Panik und sorgte, indem sie unheilvolle Worte vor sich hinbrabbelte, dafür, dass wir es auch taten: "defektes Boot", "wir werden untergehen", "technische Störung" und "sterben" waren die Begriffe, die uns bei der dann doch nicht so entspannenden Fahrt begleiteten. Immerhin bekamen wir eine ordentliche Abkühlung, so konnten wir den weiteren Rundgang durch das Phantasialand klitschnass durchführen.

Wir verloren die Zeit völlig aus den Augen, während wir von Achterbahn zu Achterbahn flitzten, bis uns schlecht war. Als wir uns dann hinsetzten, um etwas zu essen, merkten wir erst, wie erschöpft wir waren und dass sich unser Aufenthalt dem Ende näherte.

Um den tollen Tag abzuschließen, drehte die ganze Klasse noch eine Runde auf dem Karussel. Leider wurde diese Idylle dann von Frau Winkens und Frau Fuchs zerstört, die uns lautstark und wild herumfuchtelnd signalisierten, dass der Bus nicht auf uns warten würde. So verließen wir das Phantasialand fluchtartig.
Auf der Rückfahrt waren wir uns alle einig, dass dieser Tag der beste des ganzen Schuljahrs war.