Deshalb engagiert sich die Stiftung bei "Schüler lesen Zeitung": Vodafone Stiftung: Interview mit Pressesprecher Danyal Alaybeyoglu
zuletzt aktualisiert: 04.09.2009 - 10:13(RPO) 1.) Warum hat Vodafone in diesem Jahr das Schwerpunkt-Thema „Soziales Engagement“ für „Schüler lesen Zeitung“ gewählt?
Seit seiner Gründung engagiert sich Vodafone in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Denn das Unternehmen hat verantwortungsbewusstes Handeln für Umwelt und Gesellschaft als wesentliche Leitlinie definiert. Das gesellschaftliche Engagement kommt insbesondere in der Gründung der gemeinnützigen Vodafone Stiftung Deutschland zum Ausdruck. Eines der großen Anliegen der Stiftung ist die Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen, insbesondere deren Zugang zu Bildung sowie die Realisierung von sozialen Aufstiegschancen. In keinem OECD-Land ist die Herkunft so prägend für den Bildungserfolg und damit auch für die Möglichkeiten beruflicher Entwicklung wie in Deutschland. Deshalb setzen wir bei der Stiftung einen klaren Fokus auf die Themen Bildung, Integration und soziale Mobilität als Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe.
Die Kooperation mit „Schüler lesen Zeitung“ passt hervorragend zu unserem Schwerpunktthema Bildung. Über „Schüler lesen Zeitung“ wollen wir jungen Menschen ein Bewusstsein für soziales Engagement eröffnen und ihnen die Chance geben, mehr über die Projekte der Stiftung, wie zum Beispiel das Buddy-Projekt oder den Ideenwettbewerb ‚Düsseldorf ist ARTig’ zu erfahren. Indem die Schüler diese Themen recherchieren und Interviews mit Buddys und Jugendlichen von ‚ARTig’ führen, tauchen sie in die Lebenswelt junger Menschen ein und erfahren auf einer emotionalen Ebene, was es bedeutet, sich sozial oder kreativ mit einem Projekt zu engagieren.
2.) Bei welchen Projekten engagiert sich die Vodafone Stiftung?
Die Vodafone Stiftung fördert und initiiert Projekte für junge Menschen in den Bereichen Bildung, Gesundheit sowie Kunst und Kultur. Ziel ist es, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben, die Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft zu fördern und die Akzeptanz unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu stärken. Unter dem Leitmotiv ‚Erkennen. Fördern. Bewegen.’ liegt der Fokus der Stiftungsarbeit auf den Themen Bildung, soziale Mobilität und Integration. Schließlich setzt sich die Vodafone Stiftung bereits seit vielen Jahren für eine Verbesserung der Schul- und Lernkultur ein. Das inzwischen an 820 Schulen in Deutschland implementierte Buddy-Projekt zielt auf die Förderung der sozialen Kompetenz von Schülern und folgt dem Prinzip der Peer-Group-Education. Mit Vodafone Chancen bietet die Stiftung das bundesweit einzige Stipendienprogramm für Studierende mit Zuwanderungsgeschichte und ermöglicht ihnen die Ausbildung an privaten Spitzenuniversitäten. Und mit der Förderung von sozialen Entrepreneurs setzt die Stiftung jetzt einen weiteren Akzent und hat gemeinsam mit der Jacobs-University in Bremen den Studentenwettbewerb „impACT3 ins Leben gerufen. Mit diesem Wettbewerb will die Stiftung sowohl Studenten als auch Unternehmer, Initiativen oder Vereine für gemeinwohlorientierte Lösungsansätze sensibilisieren und ihnen ein Bewusstsein für soziales Unternehmertum eröffnen.
2.) Wann wurde das Buddy-Projekt gegründet und wie viele Teilnehmer gibt es deutschlandweit?
Die Vodafone Stiftung hat das Buddy Projekt 1999 initiiert und ist seitdem Hauptförderer. Das Buddy-Projekt gibt Kindern die Möglichkeit, Schule aktiv mitzugestalten. Unter dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen“ übernehmen Schüler in Projekten und im Unterricht Verantwortung für sich und andere. Das Buddy-Projekt fördert auf diese Weise eine schülerorientierte Lernkultur und eine verantwortungsvolle Gemeinschaft in Schulen, in der die Fähigkeiten und Erfahrungen von Kindern, Jugendlichen und der sie begleitenden Erwachsenen ernst genommen und genutzt werden. Heute arbeiten bereits 820 Schulen mit 410.000 Schülern in fünf Bundesländern (Berlin, Niedersachsen, Thüringen, Hessen und Nordrhein-Westfalen) mit dem Buddy-Prinzip. Damit gibt es kein Bildungsprojekt in Deutschland, das sich in so kurzer Zeit so weit verbreitet hat. Darüber hinaus wurde das Buddy-Projekt als ausgewählter Ort im Land der Ideen 2009 geehrt, einer Bundesweiten Initiative unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler.
3.) Seit wann gibt es das Projekt „Düsseldorf ist ARTig“ und was passiert dort?
Der kreative Wettbewerb „Düsseldorf ist ARTig“, den die Vodafone Stiftung zusammen mit der Stadt Düsseldorf seit 2004 veranstaltet, ist die Umsetzung der Bedürfnisse von Jugendlichen zwischen 15 und 23 Jahren. In den Kategorien bildende Kunst, Fotografie, Tanz, Theater, Literatur, Musik und Film können sich Einzelpersonen und Gruppen bewerben. Die ausgewählten kreativen Ideen der Jugendlichen werden in Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern als Mentoren realisiert und abschließend im Rahmen des ARTig-Festivals präsentiert. Das Besondere des Ideenwettbewerbs ist, dass die Jugendlichen nicht nur an der Konzeption beteiligt werden, sondern dass sie das Projekt auch in größtmöglicher Eigenverantwortung durchführen und weiterentwickeln. Dabei fördert die Vodafone Stiftung die Beschaffung von Material, Räumen, finanziert die Koordination und hilft durch zahlreiche Kontakte, mit Ideen und Netzwerken. Das ARTig-Festival vom 26. bis 29. November 2009 findet in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt.
4.) Sie haben vor 15 Jahren selbst an „Schüler lesen Zeitung“ teilgenommen. Welche Erfahrungen haben Sie damals gemacht?
Ich habe das Projekt im Deutschunterricht kennengelernt und mich im Rahmen des Projekts intensiv mit dem Medium Zeitung auseinandergesetzt. In der ersten Phase lernten wir den Aufbau der Zeitung kennen und machten uns mit unterschiedlichen Ressorts wie Politik, Kultur und Sport vertraut. Ebenso lernten wir die verschiedenen journalistischen Darstellungsformen wie Bericht, Reportage und Kommentar kennen. Während des Projekts habe ich auch zum ersten Mal erfahren, was sich hinter dem ‚Mantel’ einer Zeitung verbirgt. Im weiteren Projektverlauf bildeten wir Reporterteams, hielten Redaktionssitzungen und recherchierten unsere eigenen Texte, die dann am Ende im Blatt veröffentlicht wurden. Die eigene Geschichte in der gedruckten Zeitung zu lesen, war natürlich eine großartige Erfahrung, die auch das Selbstbewusstsein gestärkt hat. Für mich war das Projekt ein absolutes Schlüsselerlebnis und hat meinen Berufswunsch, Journalist zu werden, bestärkt. Damals war allerdings noch nicht geplant, dass ich dann heute auf der anderen Seite des Schreibtisches sitze und Journalisten mit Neuigkeiten versorge.
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