Zeitfahren: 1. Etappe: Armstrong deklassiert Ullrich
zuletzt aktualisiert: 02.07.2005 - 19:40Noirmoutier-en-L'Ile (rpo). Titelverteidiger Lance Armstrong hat Jan Ullrich auf der ersten Etappe der 92. Tour de France deklassiert und 1:06 Minuten abgenommen. Der sechsmalige Tour-Sieger belegte beim Einzelzeitfahren an der Atlantiküste nach 19 km zwischen von Fromentine und Noirmoutier-en-L'Ile in 20:53 Minuten den zweiten Platz mit zwei Sekunden Rückstand hinter seinem US-Landsmann David Zabriskie vom dänischen CSC-Team.
Armstrong zeigte sich hoch zufrieden. "Das ist ein super Start. Es ist nicht so entscheidend, dass ich Jan überholt habe, viel wichtiger ist, dass mir ein sehr gutes Rennen gelungen ist", erklärte der sechsmalige Toursieger. Dass nicht er, sondern Zabriskie am Sonntag im Gelben Trikot auf die zweite Etappe gehen wird, nahm der 33 Jahre alte Kapitän des Team Discovery Channel gelassen: "So muss unsere Mannschaft nicht arbeiten."
Für ein positives Ergebnis aus Sicht von T-Mobile sorgte Ullrichs Teamkollege Alexander Winokurow. Der Kasache fuhr in 21:44 Minuten auf den dritten Platz und zeigte sich entsprechend zufrieden: "Es lief gut für mich, der Rückstand zur Spitze ist im Rahmen. Mir war vorher klar, dass ich auf die absoluten Spezialisten etwas verlieren werde", so der Tour-Dritte von 2003.
Ein starkes Rennen zeigte auch der Berliner Jens Voigt, der als bester Deutscher in 21:55 Minuten Achter wurde. "Dieses Ergebnis zeigt mir, dass meine Form sehr ansprechend ist. Wenn ich mich in den nächsten Tagen etwas zurückhalte, kann ich in der zweiten oder dritten Woche vielleicht auftrumpfen", sagte der 33-Jährige, der bereits sieben Saisonsiege auf dem Konto hat.
Klöden eine Riesenenttäuschung
Mit einer noch größeren Enttäuschung als bei Ullrich begann die Große Schleife dagegen für den letztjährigen Gesamtzweiten Andreas Klöden. Der 30-Jährige verlor mehr als zwei Minuten auf die Spitze und kam in 22:52 Minuten nicht unter die besten 40. "Wenn ich diesen Rückstand sehe, kann ich nicht zufrieden sein. Der Kurs kam mir allerdings auch nicht entgegen, dafür bin ich einfach zu leicht", sagte der T-Mobile-Fahrer.
Besser schlug sich "Kraftpaket" Michael Rich aus Emmendingen. Der dreimalige Zeitfahr-Vizeweltmeister vom Team Gerolsteiner fuhr in 22:04 Minuten auf Platz 15, war aber dennoch nicht zufrieden: "Ich hatte schon mit einem Platz auf dem Podium geliebäugelt und hatte unterwegs auch ein gutes Gefühl, aber leider war ich nicht schnell genug. Das ist schon frustrierend", erklärte der 36-Jährige.
Eine Galavorstellung bot Zabriskie, der knapp drei Stunden vor Armstrong und Ullrich auf die Strecke gegangen war und hatte von besseren Windbedingungen profitiert hatte. "Ich bin selbst etwas überrascht. Aber ich hatte Rückenwind, das hat mir natürlich einen Vorteil verschafft", sagte der 26-Jährige, der vor acht Wochen schon das Zeitfahren in Florenz beim Giro d'Italia für sich entschieden hatte.
Radsport, 92. Tour de France, 1. Etappe, Einzelzeitfahren über 19 km von Fromentine nach Noirmoutier-en-L'Ile:
1. David Zabriskie (USA/CSC) 20:51 Minuten (54,675 km/h),
2. Lance Armstrong/TV (Discovery/USA) 0:02 Minuten zurück,
3. Alexander Winokurow (Kasachstan/T-Mobile) 0:53,
4. George Hincapie (USA/Discovery) 0:56,
5. Laszlo Bodrogi (Ungarn/Credit Agricole) 0:59,
6. Floyd Landis (USA/Phonak) 1:01,
7. Fabian Cancellara (Schweiz/Fassa Bortolo) gleiche Zeit,
8. Jens Voigt (Berlin/CSC) 1:04,
9. Wladimir Karpets (Russland/Illes Balears) 1:05,
10. Igor Gonzalez Galdeano (Spanien/Liberty Seguros) 1:06,
11. Bobby Julich (USA/CSC) gleiche Zeit,
12. Jan Ullrich (Rostock/T-Mobile) 1:08,
13. Jose Enrique Gutierrez (Spanien/Phonak) 1:12,
14. Levi Leipheimer (USA) 1:13,
15. Michael Rich (Emmendingen/beide Gerolsteiner) gleiche Zeit,
16. Jose Luis Rubiera (Spanien) 1:16,
17. Jaroslaw Popowitsch (Ukraine/beide Discovery) 1:17,
18. Bradley McGee (Australien/Francaise des Jeux) 1:24,
19, Marc Wauters (Belgien/Rabobank) gleiche Zeit,
20. Ivan Basso (Italien/CSC) 1:26,
21. Sebastian Lang (Erfurt/Gerolsteiner) 1:27,
...
27. Bert Grabsch (Wittenberg/Phonak) 1:30,
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38. Ronny Scholz (Herrenberg/Gerolsteiner) 1:48,
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40. Tom Boonen (Belgien/Quick Step) 1:49,
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42. Stuart O'Grady (Australien/Cofidis) 1:50,
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44, Juan Antonio Flecha (Spanien/Fassa Bortolo) 1:51,
...
51. Andreas Klöden (Merdingen/T-Mobile) 2:00,
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54. Beat Zberg (Schweiz/Gerolsteiner) 2:02,
...
64. Daniel Becke (Erfurt/Illes Balears) 2:10,
...
74. Robert Förster (Markkleeberg/Gerolsteiner) 2: 17,
...
80. Robbie McEwen (Australien/Lotto) 2:21,
...
83. Jörg Jaksche (Ansbach/Liberty Seguros) 2:24,
...
85. Jörg Ludewig (Steinhagen/Domina Vacanze) 2:27,
...
88. Stephan Schreck (Erfurt) 2:29,
89. Tobias Steinhauser (Scheidegg/beide T-Mobile) gleiche Zeit,
...
95. Patrik Sinkewitz (Künzell/Quick Step) 2:30,
...
98. Giuseppe Guerini (Italien/T-Mobile) 2:31,
...
103. Fabian Wegmann (Freiburg) 2:32,
...
111. Georg Totschnig (Österreich/beide Gerolsteiner) 2:37,
...
117. Daniele Nardello (Italien/T-Mobile) 2: 43,
118. Luciano Pagliarini (Brasilien/Liquigas) 2:43,
...
124. Allan Davis (Australien/Liberty) 2:44,
125. Oscar Sevilla (SpanienT-Mobile) 2:44,
126. Jerome Pineau (Frankreich/Bouygues) 2:45,
...
151. Peter Wrolich (Österreich/Gerolsteiner) 2:58,
...
153. Thor Hushovd (Norwegen/Credit Agricole) 2:58,
...
168. Matthias Kessler (Nürnberg/T-Mobile) 3:09,
...
183. Baden Cooke (Australien/Francaise des Jeux) 3:36,
...
189. (Letzter) Leonardo Piepoli (Italien/Saunier) 4:40
(alle 189 Starter im Ziel klassiert)
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