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Ingolstadt/Düsseldorf
1. FC Köln spielt clever gegen Ingolstadt

Ingolstadt/Düsseldorf. Den Punkt in Ingolstadt haben die Kölner einer geschickten Verteidigung und Modeste zu verdanken.

Es gab keine Beschwerden. Keiner warf den Spielern des FC Ingolstadt diesmal beleidigt vor, "ekelhaft" zu sein, "rumzublöken" oder dauernd hinzufallen, um Freistöße zu schinden. Das war allerdings auch nicht zu erwarten, denn Peter Stöger, Trainer des 1. FC Köln, hatte vor dem Spiel in Ingolstadt schon seinen Respekt für den gewieften Aufsteiger kundgetan: "Sie spielen eine überragende Saison."

Die Saisonbilanz der Schanzer wurde durch das 1:1 (1:0) gegen die Kölner nicht entscheidend geschmälert, mit 31 Punkten nach 24 Spieltagen dürften sie mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Dennoch merkte Trainer Ralph Hasenhüttl an: "Es wäre mehr drin gewesen, weil wir über weite Strecken die bessere Mannschaft waren." Er sagte aber auch: Nach dem Ausgleich durch Anthony Modeste (72.) "darfst du froh sein, dass du nicht verlierst".

Dass es nicht zum vierten Heimsieg nacheinander reichte, hatte zwei Gründe: Dem Aufsteiger ging diesmal nach einer Stunde langsam die Puste aus, außerdem konnte er seine zweite große Stärke neben dem permanenten Pressing nicht ausspielen. "Wir hatten nicht so viele Standards", stellte Trainer Hasenhüttl mit Bedauern fest, "weil Köln geschickt verteidigt hat und hinten nicht so draufgerumpelt ist". So gelang Ingolstadt die Führung gegen die Kölner tatsächlich mal wieder aus dem Spiel heraus. Seit dem 3:1 gegen Darmstadt 98 am 13. Spieltag hatten die Schanzer sieben Treffer erzielt - alle nach Standardsituationen.

"Den einen Punkt nehmen wir auch gerne mit", sagte Lukas Hinterseer, Schütze der letzten drei Treffer der Schanzer. Vor allem gegen Ende, sagte der Österreicher, "hat Köln nochmal richtig Druck gemacht, wir dagegen waren schon ziemlich leer". So ein Dauerpressing wie jenes der Ingolstädter kostet Kraft - zudem hatten sie einen Tag weniger Pause als Köln.

Und: Die Ingolstädter haben keinen Modeste. Ehe der Franzose nach einem Kopftreffer von Robert Bauer (75.) kurz vor dem Abpfiff benommen mit einer Kopfprellung vom Feld musste - ein Einsatz am Samstag gegen Schalke 04 ist fraglich -, rettete er mit Saisontreffer Nummer elf das Unentschieden. Insgesamt konnte Stöger nach den 0:1-Niederlagen gegen Gladbach und Hertha BSC damit leben. "Wichtig für die Tabelle und die Psyche" sei der Punkt, sagte er. "Passt. Alles in Ordnung. Dankeschön."

(sid)
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