Freude über Achter: 12 DRV-Boote in den Weltcup-Finals
zuletzt aktualisiert: 15.06.2001 - 19:35Sevilla (rpo). Das überraschend gute Abschneiden des Achters war nur die Krönung. Insgesamt zwölf Boote aus der Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) sind beim Weltcup in Sevilla ins Finale gerudert.
Einen Tag nach dem überraschenden Vorlaufsieg des Deutschland-Achters beim Weltcup in Sevilla konnten sich am Freitag acht weitere deutsche Teams für die Finals qualifizieren. Damit ist der DRV mit insgesamt 12 von 14 gestarteten Booten in den Endläufen auf dem Rio Guadalquivir vertreten. "Das ist eine überraschend gute Quote", lobte DRV-Sportdirektor Michael Müller, "damit können wir sehr zufrieden sein."
Bei aller Freude über die positive DRV-Zwischenbilanz sorgte vor allem der überraschend starke Auftritt des Achters um Schlagmann Michael Ruhe (Hameln) zusätzlich für gute Stimmung. Der unerwartete Vorlaufsieg am Donnerstag vor dem Olympia-Dritten Kroatien und -Vierten Italien verblüffte selbst Dieter Grahn. "Wir haben ein solides Niveau und wieder Anschluss an die europäische Spitze gefunden", sagte der Bundestrainer voller Hoffnung auf einen ähnlichen Coup im Finale am Samstag.
Elf Monate nach der mit viel Hohn und Spott bedachten verpassten Olympia-Qualifikation scheint die wundersame Wandlung vom Problemfall zum Paradeboot geglückt zu sein. Obwohl Grahn die besten vier Riemen- Ruderer zuvor vom Großboot in den Vierer ohne Steuermann beordert hatte, blieb die befürchtete Achter-Schlappe aus. "Diesen Erfolg führe ich auf den großen Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft zurück", meinte der Coach.
Dessen ungewöhnliche Maßnahme machte sich gleich doppelt bezahlt. Der Vierer ohne Steuermann beendete eine jahrelange Niederlagen-Serie und sicherte sich mit einem ungefährdeten Erfolg im Halbfinale den Einzug in den Endlauf. Lediglich die Einer-Finals und der Endlauf im leichten Männer-Vierer ohne Steuermann finden in Sevilla ohne deutsche Beteiligung statt.
Aus Trainingsgründen hatten die DRV-Meister Marcel Hacker (Kassel) und Katrin Rutschow-Stomporowski (Berlin) auf einen Start bei der zweiten Weltcup-Regatta des Jahres verzichtet. Die für Rutschow- Stomporowski nominierte Britta Oppelt (Berlin) schlug sich achtbar, musste den Wettbewerb aber nach einem vierten Rang im Halbfinale beenden. Mit derselben Platzierung schied der leichte Männer-Vierer ohne Steuermann aus.
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