Nowitzki erneut bester Schütze: 83:74 gegen Neuseeland: Korbjäger träumen vom Supercup-Gewinn
zuletzt aktualisiert: 16.08.2002 - 22:54Braunschweig (rpo). Deutschlands Basketballer befinden weiter in Topform und können erstmals vom Gewinn des Supercups träumen. 24 Stunden nach dem Erfolg gegen den Olympia-Dritten Litauen gelang den DBB-Korbjägern am Freitagabend der zweite Sieg gegen Neuseeland.
Der Sieg gegen Jugoslawien-Bezwinger Neuseeland war mit 83:74 (43:39) hart umkämpft. Damit kommt es am Samstag (15.05/live in N3) zu einem "Endspiel" gegen Welt- und Europameister Jugoslawien. Der Supercup- Verteidiger rehabilitierte sich für die 79:81-Auftaktpleite gegen Neuseeland mit einem deutlichen 87:58 gegen Litauen.
Vor 4142 Zuschauern in der Volkswagenhalle konnte der deutsche NBA-Star Dirk Nowitzki zwar nicht ganz an seine Galavorstellung gegen Litauen anknüpfen, doch erzielte er mit 19 erneut die meisten deutschen Korbpunkte. Ein sehr starkes Spiel lieferte der 2,14 Meter lange Center Patrick Femerling vom FC Barcelona ab, der in Abwehr und Angriff (17 Punkte) glänzte. Durch sein freches Spiel und 14 Punkte gefiel auch der erst 20-jährige Misan Nikagbatse von Olympiakos Piräus. Penney (17) und Jones (15) trafen für Neuseeland am besten.
Bundestrainer Henrik Dettmann hatte mit dem Berliner Marko Pesic und Nikagbatse zwei neue Spieler neben Nowitzki, Okulaja und Femerling aufgeboten. Gegen die aggressive Verteidigung der Neuseeländer fand das deutsche Team anfangs nicht zu ihrem Spielfluss und zu präzisen Würfen. So resultierten 11 der 21 deutschen Punkte im ausgeglichenen ersten Viertel aus Freiwürfen. Auch Nowitzki sah sich enger Deckung ausgesetzt und kam zunächst ebenso wenig zur Geltung wie auf der Gegenseite sein NBA-Kollege Sean Marks.
Ihre Längennachteile kompensierten die einsatzfreudigen Gäste mit sicheren Drei-Punkte-Würfen durch den deutschstämmigen Dickel, Jones, Penney und Cameron, die sie auf 34:27 (17.) davon ziehen ließen. Vor allem Femerling brachte das Dettmann-Team wieder heran. Unter dem Jubel der 4000 Zuschauer sorgte dann der frech aufspielende Nikagbatse mit dem ersten deutschen "Dreier" für die 37:36-Führung (19.), die bis zur Pause leicht ausgebaut wurde.
Auch nach dem Wechsel testete Dettmann verschiedene Formationen. Als Nowitzki zum 48:41 (22.) erhöhte, schien die deutsche Mannschaft schon auf der Siegesstraße. Doch die verbissen kämpfenden Ozeanier fanden weiter Lücken in der nachlässigen deutschen Deckung. Kämpfertypen wie der Kölner Stephen Arigbabu oder der 33-jährige Berliner Routinier Henrik Rödl sorgten dafür, dass die Führung (68:56/34.) anwuchs und über die Zeit gebracht wurde.
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