Regensburg (sid). Auch im Matsch konnten 800-m-Olympiasieger Nils Schumann und 3.000-m-Hindernis-Europameister Damian Kallabis (beide Berlin) glänzen. Bei den deutschen Cross-Meisterschaften in Regensburg belegte Schumann auf der 3,9 Kilometer langen Mittelstrecke bei Schneeregen den fünften Platz, zwei Ränge vor ihm landete Kallabis. Sieger wurde überraschend der zuvor allenfalls Insidern bekannte Leipziger Jens Borrmann in 12:29 Minuten vor Guido Streit aus Leverkusen (12:40) und Kallabis (12:44).
Schumann benötigte 12:55 Minuten und meinte anschließend: "Das war eine schöne Sache. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Der Cross passte gut in meinen Plan, er ist aber wesentlich härter, als 800 m zu laufen." Zufrieden war auch Damian Kallabis: "Ich habe mich nicht speziell vorbereitet, meine Vorbereitungen auf den Sommer haben da absolute Priorität."
Dass die beiden Zugpferde vor der für Cross-Verhältnisse großen Kulisse von 2.000 Zuschauern an der Strecke überhaupt gestartet sind, war auf eine Initiative des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zurückzuführen. Dieser hatte im "Fall Baumann" beim Weltverband IAAF eine Aussetzung der Sperre für jene acht Läufer erreicht, die bei den deutschen Hallen-Meisterschaften über 3.000 m gegen Dieter Baumann angetreten waren. Ohne die Vorlage der Startberechtigung für diese acht Läufer wären Schumann und Kallabis nicht angetreten, hätte ihnen doch sonst eine internationale Sperre gedroht.
Die beiden Protagonisten stellten das restliche Geschehen deutlich in den Schatten. Dabei gelang der Braunschweigerin Luminita Zaituc ein Doppelsieg über die Mittel- und Langstrecke. Sie wurde damit Nachfolgerin der in Regensburg abwesenden Irina Mikitenko (Frankfurt/Main), die im vergangenen Dezember ebenfalls auf beiden Distanzen triumphiert hatte. Sieger auf der Männer-Langstrecke wurde unerwartet Andre Green aus Wedel/Pinneberg vor dem Mainzer Thorsten Naumann.
Quelle: RPO Archiv