Endspiel am Sonntag: Volleyball-WM: Titelverteidiger Kuba raus
zuletzt aktualisiert: 11.09.2002 - 22:42Leipzig (rpo). Titelfavorit Russland gegen die USA und Vizeweltmeister China gegen den EM-Zweiten Italien lauten die Halbfinal-Paarungen bei der 14. Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland.
Dieses Quartett hat sich am Mittwoch für die Runde der besten vier Teams qualifiziert und ermittelt ab Freitag in der Berliner Max-Schmeling-Halle die Medaillengewinner. Der entthronte Titelverteidiger Kuba gegen Bulgarien und Südkorea gegen Brasilien spielen um die Plätze 5 bis 8.
Europameister Russland besiegte in Bremen den EM-Dritten Bulgarien in nur 54 Minuten mit 3:0 (25:13, 25:21, 25:19). Danach schaltete die USA das verjüngte Team von Titelverteidiger Kuba ebenfalls sicher 3:0 (25:22, 25:15, 25:21) aus und ist als einzige Mannschaft in neun Turnierspielen noch unbesiegt. "Jetzt haben wir noch zwei Ziele: Das Halbfinale und das Finale gewinnen", sagte USA-Trainer Toshi Yoshida, dessen Team mit Trauerflor antrat. Diese Partie war wegen des Terroranschlags vor einem Jahr in den USA von höchsten Sicherheitsvorkehrungen begleitet.
Italien kam in Stuttgart vor 7200 Zuschauern ebenfalls in drei Sätzen (25:20, 25:22, 25:19) gegen Südkorea zum Erfolg und spielte dabei die körperliche Überlegenheit in Block und Angriff aus. Anschließend war China in einer sehenswerten und spannenden Partie gegen den Olympia-Dritten Brasilien erst im Tiebreak 3:2 (25:19, 21:25, 23:25, 25:15, 15:9) erfolgreich.
Aufregung um Chinesinnen
Die Chinesinnen sind inzwischen das WM-Ärgernis: Nachdem Bulgarien den Asiatinnen nach dem 0:3 gegen Südkorea in der Zwischenrunde Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen hatten, fühlt sich nun auch das Team der Niederlande "verschaukelt". Die Oranjes waren nach dem Sieg Südkoreas ausgeschieden. "Diese WM ist eine Schande. Die Chinesinnen haben entschieden, wer gegen wen im Viertelfinale spielt. Sie haben den Wettbewerb verfälscht", sagte der niederländische Trainer Angelo Frigoni der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe).
Der Italiener empfahl der Firma "Top Volleyball Nederland", die die Rechte an der Volleyball-Nationalmannschaft besitzt, die Chinesinnen und die WM-Organisatoren zu verklagen. Außerdem kündigte Frigoni eine Protestnote an den Weltverband FIVB an. China müsse nach dieser "noch nie da gewesenen Farce" von der WM ausgeschlossen oder wenigstens finanziell bestraft werden. Die Asiatinnen hatten schon in der Vorrunde überraschend gegen den kommenden Olympia-Gastgeber Griechenland mit 0:3 verloren und sich damit die Zwischenrunden- Gruppe ausgesucht: Stuttgart statt Riesa.
DVV-Präsident Werner von Moltke hat Frigoni in einen Brief an den niederländischen Verband aufgefordert, seinen Vorwürfe an die Organisatoren zurücknehmen. "Für das Reglement ist der Weltverband FIVB zuständig und nicht die Organisation. Pokern ist erlaubt, viele haben schon darunter gelitten. Aber jeder sieht doch zu, wo er bleibt", so von Moltke. Das Reglement sei seit fünf Jahren bekannt. Um Manipulationen zu vermeiden, müsste entweder ausgelost oder im K.o.-System gespielt werden. "Dazu müssen die Regeln geändert werden und das ist Sache des Weltverbandes", sagte der DVV-Präsident.
Wird Schumi in dieser Saison Weltmeister?
- Partnersites
- Kölner Stadt Anzeiger
- Express
- Kölnische Rundschau
- Kalaydo
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik,
Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft,
Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten
Bilder, Kolumnen und Hintergrundberichte.







































