Im Finale von Madrid gegen Novak: Agassi auf Rekord-Jagd
zuletzt aktualisiert: 19.10.2002 - 19:52Madrid (rpo). Einen ganz besonderen Rekord hat Andre Agassi beim Tennisturnier in Madrid im Visier. Noch ein Sieg, Finalgegner ist der Tscheche Jiri Novak, und der US-Amerikaner hätte als erster Spieler überhaupt 15 Masters-Titel gewonnen.
Agassi bezwang am Samstag den Franzosen Sebastien Grosjean mit 6:4, 3:6, 6:4. Novak setzte sich mit 6:2, 6:4 gegen dessen Landsmann Fabrice Santoro durch.
Ich habe sehr gut aufgeschlagen, das war einer der wichtigen Punkte in diesem Spiel", sagte Agassi, der ohne seine Frau Steffi Graf und Sohn Jaden Gil in die spanische Hauptstadt gekommen war. In Madrid wird das achte von neun Turnieren der Masters-Serie erstmals ausgetragen, nachdem die Veranstaltung bis zum Vorjahr in Stuttgart ausgespielt wurde. "Das ist ein fantastisches Publikum hier", lobte Agassi. "Sie sind so leidenschaftlich und lieben unseren Sport so sehr. Dafür möchte ich ihnen auf dem Platz etwas zurückgeben."
Bei einem Sieg gegen Novak würde der US-Open-Finalist seinen fünften Titel der Saison gewinnen. Zugleich würde er den Abstand auf den im Champions Race führenden Australier Lleyton Hewitt auf 43 Punkte verringern. Für die ATP-WM der acht weltbesten Tennisprofis des Jahres im November in Schanghai sind beide sicher qualifiziert. Der Hamburger Thomas Haas, der zum Auftakt des mit 2,95 Millionen Dollar dotierten Turniers wegen Blasen an der Hand aufgeben musste, bangt derweil weiter um seine erste Teilnahme.
Überraschend deutlicher Sieg für Schnyder
Im Finale des mit 1,2 Millionen Dollar dotierten WTA-Turniers in Zürich treffen Titelverteidigerin Lindsay Davenport aus den USA und Lokalmatadorin Patty Schnyder aufeinander. Die Schweizerin bezwang Conchita Martinez aus Spanien klar mit 6:0, 6:3. Die frühere Weltranglistenerste Davenport hingegen hatte mit ihrer Gegnerin Justin Henin beim 7:6 (7:2), 7:6 (7:5) mehr Mühe. Die an Nummer vier gesetzte Belgierin beschuldigte Davenport nach dem Match, eine Knöchelverletzung dramatisiert zu haben, um sich einen taktischen Vorteil zu verschaffen. "Sie hat geschrien und einen Zirkus veranstaltet, als könne sie nicht weiter spielen. Ich war überzeugt davon, dass sie aufgeben würde", meckerte Henin.
Beim WTA-Turnier in Bratislava stehen sich am Sonntag die Slowenin Maja Matevzic und Iveta Benesova aus Tschechien im Endspiel gegenüber. Die 22 Jahre alte Matevzic besiegte die an Nummer drei gesetzte Italienerin Rita Grande 0:6, 6:2, 6:0, Benesova bezwang die an Nummer eins gesetzte Französin Nathalie Dechy 7:5, 4:6, 6:1.
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