Basketball: SuproLeague: ALBA holt dritten Auswärtssieg: 85:76 bei Slask Wroclaw
zuletzt aktualisiert: 09.03.2001 - 11:15Wroclaw (rpo). Der deutsche Abonnement-Meister Alba Berlin hat den dritten Auswärtssieg in der SuproLeague gelandet und nimmt Kurs auf den fünften Tabellenplatz. Am 17. Spieltag der Vorrunde siegten die Hauptstädter beim polnischen Titelträger Slask Wroclaw mit 85:76 (55:40). Neun Erfolgen stehen nun acht Niederlagen in der europäischen Eliteliga gegenüber. Im letzten Vorrundenspiel am kommenden Donnerstag können die Berliner mit einem weiteren Sieg gegen das italienische Team von Montepaschi Siena den fünften Platz endgültig unter Dach und Fach bringen.
Das Team zeigte dabei "vor allem in der ersten Halbzeit das beste Spiel, das ich von meiner Mannschaft in dieser Saison gesehen habe", freute sich Trainer Emir Mutapcic. Damit kann der deutsche Meister im Heimspiel gegen Montepaschi Siena am kommenden Donnerstag den fünften Gruppenplatz perfekt machen, der im K.o.-System des Achtelfinales mit dem Viertplatzierten der anderen Staffel eine nicht unlösbare Aufgabe für die Berliner bringen würde.
"Wir haben eine Super-Vorstellung vor der Pause geboten. Als wir dann etwas außer Tritt und Puste kamen, hat Derrick Phelps zusammen mit den von der Bank gekommenen Spielern wie Teo Öztürk und Jörg Lütcke das Match für uns zurückgeholt", analysierte Henrik Rödl. Damit spricht der ALBA-Kapitän den Punkt an, der die gewachsene Stärke der Berliner ausmacht: Wenn ein Akteur aus der Start-Formation zum Verschnaufen auf die Bank musste, entstand zu keiner Phase ein Bruch im Spiel.
Wie erfolgreich das Rezept in Wroclaw aufging, zeigten die mit 11 bzw. 8 Punkten erfolgreichen Öztürk und Lütcke, die Marko Pesic über weite Strecken vertreten mussten. Der 24-jährige Nationalspieler hatte sichtlich unter der Antibiotika-Behandlung wegen seiner Nebenhöhlen-Beschwerden zu leiden.
"Gerade das hat mich gefreut, dass in der entscheiden Phase alle Spieler die Linie gehalten und die Ruhe bewahrt haben. Das war für mich der Knackpunkt, denn als die Polen beim 67:64 vier Minuten vor dem Ende noch einmal Morgenluft witterten, schien das Spiel plötzlich wieder offen", urteilte Mutapcic. Im Gegensatz zur Partie in Moskau, wo die Albatrosse nach überlegenem Spiel und teilweise hoher Führung in den letzten 30 Sekunden doch noch verloren, bewiesen sie diesmal Cleverness und Nerven bei den Freiwürfen: Insgesamt 92 Prozent landeten im Korb.
"Wir haben in kritischen Phasen immer wieder einen Ausweg gefunden", war auch ALBA-Manager Carsten Kerner begeistert. Die bisher oft nur in eigener Halle überzeugenden Berliner haben endlich auch auswärts erstmals ihre Linie voll durchgesetzt und gezeigt, dass sie für die entscheidende Phase der SuproLeague und in der Bundesliga gerüstet sind.
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