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Rio de Janeiro
Hörmanns durchwachsene Olympia-Bilanz

Die TV-Teams von ARD und ZDF
Die TV-Teams von ARD und ZDF FOTO: dpa, lus fpt
Rio de Janeiro. Mehr Goldglanz, aber weniger Medaillen - und vor allem ein alarmierender Einbruch bei den Finalplätzen: Als Alfons Hörmann kurz vor dem Ende der Spiele in Rio de Janeiro zu seiner großen Bilanz ansetzte, fühlte sich der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hin- und hergerissen.

"50 Prozent mehr Goldmedaillen - das ist nicht so schlecht. Mit diesem Schicksal würden viele gerne tauschen", sagte Hörmann, "aber wir haben in manchen Bereichen Probleme, das weltweit steigende Niveau im Spitzensport mitzugehen." In einigen Fachverbänden habe das deutsche Team die Ziele "schlichtweg nicht ansatzweise erreicht".

Es gab zwar 17 Goldmedaillen (2012 waren es nur elf), doch die Gesamtzahl von 2012 (44 Medaillen) wird nicht erreicht. "Wenn man alles analysiert, muss man feststellen: Es gibt Handlungsbedarf", betonte Hörmann.

Eine bessere Ausbeute verspielten vor allem die Leichtathleten und Schwimmer. "In den Kernsportarten sind wir deutlich schwächer als die, die ganz oben stehen", stellte Dirk Schimmelpfennig, der Sportliche Leiter der deutschen Olympiamannschaft, fest: "Vor allem die Schwimmer haben den Anschluss an die Weltspitze verloren."

Hörmann verwies auf deutliche Verbesserungen bei den Mannschaftssportarten. Klar über den Erwartungen lagen auch die Schützen mit fünf Medaillen, die Reiter holten sechsmal Edelmetall, und die Kanuten schafften es sogar siebenmal aufs Podest. Dagegen gab es enttäuschte Gesichter bei den medaillenlosen Fechtern und den hoch gehandelten Radfahrern, die statt fünf wie in London nur zwei Medaillen gewannen. "Wir haben einige Sorgenkinder, bei denen es tiefgreifendere Reformen benötigt", sagte Hörmann.

Quelle: RP
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