Auch Damen im Endspiel: Alster Hamburg im Europacup-Finale
zuletzt aktualisiert: 11.06.2000 - 17:18Hamburg (dpa/sid/rpo). Der deutsche Feldhockeymeister der Herren, Club an der Alster Hamburg, hat überraschend das Finale beim Europacup der Landesmeister im englischen Cannock erreicht. Die Hamburger siegten am Pfingstsonntag gegen das mit spanischen Nationalspielern gespickte Team von Club Egara Terrassa mit 4:2 (2:0).
Zwei Mal Junioren- Nationalspieler Max Landshut, Thomas Tihl und Jan-Peter Tewes erzielten die Tore für die Hanseaten. Am Pfingstmontag im Endspiel (15.30 Uhr) trifft Alster auf den Top-Favoriten Bloemendaal aus den Niederlanden.
In einer von den Hamburgern klug geführten Partie hatte Landshut sein Team schon in der vierten Minute per Siebenmeter in Führung gebracht. In der 27. Minute war es erneut der überragende 19- Jährige, der per Strafecke erfolgreich war. Der Weltklassesturm der Spanier hatte bis dahin lediglich einen Pfostenschuss zu verzeichnen. Ansonsten wurden Terrassa durch die routinierte Abwehr der Hanseaten um den ehemaligen Nationallibero Jan-Peter Tewes ausgeschaltet.
Nach der Pause drängten die Spanier, vergaben aber zwei Strafecken. Thomas Tihl mit dem dritten gefährlichen Konter zum 3:0 (51.) sorgte für die Vorentscheidung. Als Eduard Tubau in der 59. Minute per Siebenmeter das 3:1 erzielte, wurde es kurzzeitig aber noch einmal spannend. Doch Tewes, der beste Spieler der Partie, sorgte in der 61. Minute per Strafecke für das entscheidende 4:1. Der zweite Treffer der Spanier per Strafecke drei Minuten vor dem Schlusspfiff war dann nur noch Ergebniskorrektur.
Durch den Erfolg erreichte Alster als erstes deutsches Herrenteam seit 1997 das Finale dieses Europapokalwettbewerbs. Vor drei Jahren hatte der Lokalrivale Harvestehuder THC das Endspiel verloren.
Auch die Damen des Berliner HC stehen am Montag im Endspielen um den Europapokal der Landesmeister. Die Berlinerinnen triumphierten 4:2 (2:1) über den schottischen Champion Westcoast Western und haben die Möglichkeit, den Titel zum zweiten Mal nach 1997 in die deutsche Hauptstadt zu holen.
Bei den Berlinerinnen war Nationalspielerin Natascha Keller die Überragende Akteurin beim Sieg über Gastgeber Glasgow. Die 22-Jährige erzielte drei Treffer (5., 32., 48.). Das Tor zum 4:2-Endstand gelang Wibke Weisel (64.). Das 0:1 war das erste Gegentor für den Berliner HC im 13. Saison-Pflichtspiel.
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